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SCHICKSAL DER SANCT-PETERSBOURG SIPPEN KLOSSE und MÖLLER |
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Als hypothetischer Gründer der Sippe wird in den Archiven Ende des 18. Jhs, 0A, erwähnt. Dieser Johann Christopher Klosse (1778-1835) ist in der Geschichte von Zarskoe Selo als Apotheker registriert, der die Arzneimittel für das Lyzeum dort verschrieb (unter anderem – für den künftigen russischen Dichter Alexander Puschkin). Seine Karriere vom Gesellen zum Apotheker, wie auch sein Konflikt mit Franz Peschel, dem Therapeuten des Lyzeums, werden gut in den Archivdokumenten reflektiert (Historisches Archiv von Leningrad Oblast, IALO, Lager 185, Bestand 1, Akten 130, 265, 518, 618, 719, 790; Bestand 2, Akten 48, 109; Lager 11, Bestand 1, Akten 15, 256;
Zentrales historisches Staatsarchiv,
CGIA, Lager 487, Bestand 4, Akten 150, 151). Die durch die jüngsten Repräsentanten der Sippe neugefundene Archivalien bezeugen, dass sie alle von Johann Christopher , 0A. abstammen. Seine Frau war Catharine Augustine Schwertz, A0, geboren 1777, gestorben am 25. Januar 1893 in Riga drei Monate und drei Tage nach dem Tod ihres Ehemannes. Sie wurde am 28. Januar 1839 in Zarskoe Selo beerdigt (Todesurkunde).Es wurde festgestellt, dass weitere Generationen der Klosse-Sippe von dem Sohn Johannes Christophers, Konstantin.1 (1805-1859), AC, Klosse abstammen, denn derletztere wird in den obengenannten Archivalien als ein „Iwanowitsch“ (Johannes’ Sohn auf russisch), Sohn eines „Titularrates“ [d.h. 0A - Red.], erwähnt. Der Sohn von Konstantin.1(AC) Konstantin.2 Friedrich, B1, war verheiratet mit seiner Cousine Laura, B4, der Tochter von Paul Möller, A4, und Clara Möller, (geb.Klosse), A5. Die Abstammung von Laura bestätigen ihre Aufzeichnungen im Tagebuch CK (früherem Mädchenalbum ihrer Mutter Clara Klosse, A5). Was die Blutverwandschaft Lauras mit ihrem Mann Konstantin.2 Friedrich, B1, anbelangt, so wird dies durch dessen Eintrag auf russisch „Dein Vetter K.Klosse“ vom 25 März 1858, im Mädchenalbum Lauras bestätigt. Da B1(Klosse) Lauras Vetter war (ihre Mutter Clara war geborene Klosse), musste Lauras Mutter Clara entweder eine Schwester von Lauras Schwiegervater oder eine Schwester von Lauras Schwiegermutter gewesen sein. Aber da die Mutter des Ehemannes von Laura der Sippe Rausch abstammt (nicht Klosse), kann man schlussfolgern, dass Clara eine Schwester von Lauras Schwiegervater, d.h. von AC, war.Eine große Zeitspanne (16 Jahre) zwischen der Geburt von Konstantin, AC, (1805) und der Geburt von Clara, A5, (1821) kann bedeuten, dass Johann Christopher, 0A, und Catharine Augustine, A0, entweder viele Kinder hatten (einige von ihnen konnten vielleicht noch in der Kindheit gestorben sein) oder dass Catharine Augustine die zweite Ehefrau von Christopher war, d.h. er wurde Witwer nicht früher als 1805 und heiratete noch einmal nicht später als 1820. Konstantin.1
Klosse,
AC, (1805-1859)C, (1805-1859)C, (1805-1859),
(lutherischen Glaubens) wurde in Sanct-Petersbourg geboren. Er hat hier sein
Studium an der Akademie für Medizin und Chirurgie abgeschlossen. Von 1825 war
er als Stabsarzt in Verklärungs-Christi (Preobraschenski)-Leibgarde-Regiment
tätig, später wurde er zum Inspektor
der Wilnaer Pharmazieabteilung bestimmt. 1828-1829 kämpfte er im Russisch-türkischen
Krieg, später nahm er an dem Warschauer Sturm teil bei der Unterdrückung des
Polnisch-Litauischen Aufstands von
1831. Konstantin.1, AC, und Friederike, AD, Klosse hatten zwei Kinder: den Sohn Konstantin.2 Friedrich, B1, und die Tochter Helene Alexandra (Liluscha, 17.05.1842 - 20.04.1868), B2, die mit Jean (von) Molochowetzt seit 14.10.1865 verheiratet war (nichts zu tun mit Helene von Molochowetz, geb. Burmann, 1831-1918). Die letzten bekannten Klosses in Finnland und
Deutschland, F4,
F5, M6, nannten sich Von Klosse, aber
ihre adelige deutsche Abstammung ist zweifelhaft. Es liegt außer Zweifel, dass
der Vater von F4, Konstantin.2 Friedrich Klosse. B1,
(trotz seiner lutherischen Konfession) die
Stufe des erblichen Adelsstandes durch den Oberstaatsratsrang seines
Zivildienstes bestätigt hat, als er der Gymnasialinspektor von Nowgorod und
Besitzer des Lehensdorfes Tri Otroka im Gouvernement Nowgorod war. Der Name Klosse selbst zeigt
keine adelige Abstammung. Dieser Name ist auch in Holland bekannt und könnte
auf die Kuzform von Nikolas zurückgeführt
werden (vgl. den Namen Klaus mit dem
deutsch-lateinischen Nikolaus
und mit der im ehemaligen baltischen Preußen sehr verbreiteten Kurzform Niklas).
Anders gesehen, könnte die Herkunft dieses Namens mit der überlieferten
baltischen Abstammung der in
Petersbourg niedergelassenen
Klosse-Sippe in Beziehung gebracht werden. In altpreußisch-masurischen Gebieten
war der Name Klossek sehr verbreitet,
dessen Herkunft auf zweierlei Art gedeutet werden kann. Vor allem könnte es
eine Form des häufig vorkommenden deutschen namens Kloss (Kloß) mit dem
polnischen Verkleinerungssuffix -ek sein.
Es kann auch ein altbaltischer (kein deutscher!) Name *Klussis sein (vgl. den Familiennamen Klusis, typisch für
Preußisch-Litauen).
*Klussiks ist eine
Diminutivform von Klussis wie
Kloss > Klossek
als polnische Variante. Eine deutsche
Form dieses baltischen Namens Klussis
könnte der Name Klosse in Petersbourg
gewesen sein. Es besteht außerdem die Möglichkeit, dass dieser Name vom
bekannten deutschen Namen Klose abkommt, wenn dieser von
ungebildeten Deutschen anders ausgesprochen wurde, d.h. das stimmhafte [z]
wurde durch das stimmlose [s] ersetzt.
Den Namen Klose
schrieben sie vom Hören
vielleicht einfach als Klosse auf. So hat z.B. Nachkriegsvertriebene Gerda Klosse aus Königsberg
die Herkunft ihres Namens erläutert. In diesem Zusammenhang wird auch der französische
Name Clausset (mit der Betonung auf
der Endsilbe) erwähnt, aber es gibt hierbei ein paar Gegenargumente. Erstens,
dieser Name stammt aus der Kurzform des griechischen Namens Nikolai - Claus,
lateinisch Nicolaus,
zweitens, diese Schreibung, ganz besonders mit C-, gab es traditionell in
der Familie Klosse nicht. Zwar hat
M4 mal erwähnt,
dass ihr Familienname mit der Endbetonung ausgesprochen werden sollte, aber das
hat vermutlich sein Vater ausgedacht (der Sohn von B1)
F2
der einige Zeit lang sich selbst Von
Klosse betitelte. Es
ist interessant, dass 18.10.1804 in den Dokumenten (IALO, 185-1-146, Akte
104,965) Theodore Kloss erwähnt wird. (Achtung! Der Name Klosse
wird manchmal auch mit diesem Fehler geschrieben). Dieser Theodore Kloss bittet
um das Recht eine Zertifikatsprüfung des
Gesellengrades abzulegen. (Im Oktober war 0A bereits Geselle, denn am 2. August
und am 27. September ist er erwähnt als Geselle, der das Zertifikat des
Apothekers zu erwerben beabsichtigt – vgl. IALO, 185-1-130). Ein Fehler ist möglich,
denn in Sanct-Petersbourg der Name Kloss kam viel häufiger vor als der
viel seltenere Klosse. Es ist kaum zu glauben, dass zu gleicher Zeit und
im gleichen Ort irgendwo in Sanct-Petersbourg zwei ganz fremde Personen mit ähnlichen
Namen Kloss und Klosse die Karriere des Apothekers begonnen haben. Ursprünglich waren Klosses mit Möllern verwandt. Diese gelten wiederum als Petersbourger baltisch-deutscher Herkunft. Von ihnen der erste, weithin bekannt, Paul Möller (35.05.1807-26.01.1886), A4, war, ebenfalls ein Apotheker aus Zarskoe Selo. Wie man aus den oben erwähnten Archivdokumenten (CGIA, Lager 487, Bestand 4, Akte 152) schließen kann, folgte er 04 in einer Stadtapotheke als Provisor nach dem Tod 0As am 3. Oktober 1834. Drei Jahre später, 1837, heiratete er Clara Klosse, A5, die 1821 geboren wurde und vermutlich eine Tochter von 04 war.
Clara Möller geb. Klosse und Paul Möller Alle bekannten Daten über die Beziehung zwischen Klosse und Möller kommen von der Aufzeichnung, die von Laura, B4, Tochter von Clara und Paul, im Tagebuch-CK (früherem Mädchenalbum ihrer Mutter Clara Klosse, A5) gemacht wurden. Paul Möller, A4, wies weitere Ausnutzung der 31 Jahre alten Stadtapotheke, einem Holzgebäude, und seiner teueren Staatswohnung dort zurück, um die Erlaubnis zu erhalten, ein Ziegelsteinhaus in der Mitte von Zarskoe Selo (Ecke von Moskovskaja and Konjuschennaja Str.) für 20.000. – Rubel zu kaufen (CGIA, 486-6-339) 1844. Der letzte Besitzer dieses Hauses und der Stadtapotheke war Alfons Döhringer (der Vater des bekannten Automobilisten Alfons Döhringer). Seine Ehefrau war, wie es sich vermuten lässt, die jüngste Tochter Helene, B5, von Paul Möller (vgl. weiter).
Paul Möller, A4, war das dritte
Kind von Filipp Möller, A0, dessen erster Sohn Hermann
war, geb. 1801, aber das zweite Kind war Tochter Helene, geb. 1804. Hermann und
seine Frau Louise (gest. 1869) hatten 11 Kinder. Von diesen Kindern sind die
Zwillinge Bernhard und Max, geb. 1837, sowie Marie, geb. 1863, hier erwähnenswert.
Max schrieb schöne deutsche Gedichte
(man findet sie im Mädchenalbum
von Laura, B4), Marie jedoch, und später auch ihr Ehemann Ernst Lenz, waren häufig
Gäste in der Familie von Paul Möllers Tochter Laura, B4, und ihrem Ehemann
Konstantin.2 Klosse. Paul Möllers Schwester Helene heiratete Ottomar Peltz
(gest. 1864). Ihre Nachkommen standen ihrerseits den Nachkommen von Laura und
Konstantin.2 Klosse nahe. Helene, Catharine, Laura
und Angeline Möller. Constantin-Julius Möller, B0, B0, wurde offensichtlich von seinem Vater dazu erzogen, die Arbeit des letzteren in der Apotheke von Zarskoe Selo fortzusetzen. Leider schien der Junge verdorben worden zu sein – er fing an, Karten zu spielen und landete schließlich in einem Schuldengefängnis. Dort schrieb er im November 1858 seinen Reuebrief, in welchem er einen Kelch erwähnte, der ihm von seinem Onkel Klosse (AC, der 1854 starb und wahrscheinlich Onkel und Ehemann von Friderike war, Schwester der Mutter Clara von Constantin-Julius?) geschenkt worden war, sowie K.Klosse (Vetter Konstantin.2 Klosse, B1?), der auf der Wassiliewski-Insel in Sanct-Petersbourg wohnte (Wassiliewski, wirklicher Name - die Elche-Insel, Hirvisaari, war eine angestammte Siedlung von Petersbourgern deutsches Ursprungs). B0 erzählt, wie er seine Schwester Laura, B4, in Zarskoe Selo spät in der Nacht besuchte und sie im Garten erwartete, um ihm sein Familiensilber zu bringen. Von diesem Silber werden 3 Löffel mit den Initialen CM 1838 noch von Q3 und seiner Familie in Kaunas, Litauen aufbewahrt. B0 erzählt auch, wie er sein Diplom für die Schulden verpfändete. Selbstverständlich waren solche Sachen so schrecklich wie Donner für seinen ordentlichen deutschen Vater. Kein Zweifel, Paul Möller, A4, entzog seinem Sohn jegliches Erbe. Nach dem Tod von A4 wird irgendeine fremde Person mit deutschem Namen als Apotheker in der früheren Apotheke Möllers in Zarskoe Selo verzeichnet. Keine Daten über das Schicksal von Constantin-Julius sind bewahrt worden. Außer dem Reuebrief sind seine zwei deutschen Verse geblieben, die er in das Mädchenalbum seiner Schwester Laura, B4, am 27. März 1858 geschrieben hatte. Von A4s Töchtern blieb Catharine, B7, den Klosses eng verbunden und wurde die Patin (dann verheiratet mit Georg Metz) ihrer Nichte – ihrer Schwester Lauras (B4) Tochter Marie, F7, der späteren Frau von Grigori Tarassenko, F8.
Catharine Metz geb. Möller mit ihrer Tochter Catharine
Laura Möller > Klosse (1839 - Dezember 1908), B4, die älteste Tochter von Paul Möller, A4, und seine Frau Clara, geborene Klosse, A5, ist die Zentralfigur, welche die Sippe der Möllers mit der der Klosses und Tarassenkos verbindet.
Das Holz-Nebengebäude, das Konstantin Klosse
nach der Verstaatlichung gehörte.
Der Grund des Erwerbs könnte die anstehende Heirat (1887) ihres ältesten Sohnes Paul gewesen sein, der den Besitz seines Vaters zu erben hatte. Mit aller Wahrscheinlichkeit wurde das alte Haus Paul geschenkt, aber seine Eltern, B1 und B4, zogen in das neue Haus in der Slavnaja-Str. 14 um. Ein nahe gelegenes einstöckiges Nebengebäude aus Holz lag auf dem gleichen Grundstück weiter weg von der Straße. Das Holz-Nebengebäude, das Konstantin Klosse
nach der Verstaatlichung gehörte.
Eine Familienlegende erzählt, dass B4 sich in
den letzten Jahren mit ihrem Ehemann entzweite und beide separat lebten: sie
sprach nicht mit B1 und lebte im Nebengebäude, während B1 im Haupthaus wohnte. Der Ehemann, B1, lebte noch, als Laura, B4, ihren Besitz erweiterte, indem sie 1888 ein benachbartes Holzhaus von Elena Waulina in der Slawnaja-Str. 12 kaufte. Später, 1905, erhielt ihre Tochter Marie, F7, das Haus in der Slawnaja-Str. 12 geschenkt. Die Südost-Seite des hölzernen Nebengebäudes. Von links: Witwe Maria Klosse, geb. Henkel, Martha und Koka Jekimow. 1939 (?).Weiter links: die Gartenseite vom Hause Tarassenkos (das Laura Klosse von Waulina kaufte und ihrer Tochter Maria schenkte). Während dieser ganzen Zeitperiode verbrachte B4 wenigstens einen Teil des Jahres in Sanct-Petersbourg, wo sie unter verschiedenen Adressen wohnte, wie aus den ‘Ganz Petersbourg’-Adressbüchern hervorgeht: 1896 (Sadowaja-Str. 13), 1897 (Prjadilnaja-Str. 21), 1898 (bereits als Witwe kenngezeichnet, Konnaja-Str 5, Wohnung 3), 1899, 1900, 1901 (Neva-Allee 63). Die Häuser in Nowgorod wurden mehr und mehr als Sommerwohnsitze genutzt. Während des Zweiten Weltkrieges brannten beide Holzhäuser in Nowgorod nieder, aber die Mauern des Ziegelsteinhauses blieben bis heute erhalten:
Reste des Ziegelsteinhauses in der
Slawnaja-Str. Nr. 14, Nr. 12 fehlt (ein neues Haus rechts ist Nr. 10). Laura, B4, welche die "illegitimen"
Kinder ihres Sohns F2 nicht anerkannt hatte, kompensierte dieses mit ihrer Liebe
zu den Kindern ihrer Tochter Marie, F7 – Anatole Tarassenko, N2, geb. 1898,
und Eugen Tarassenko, N3, geb. 1900. Constantin.2 Friedrich Klosse (2. Juni, 1840 - 1898), B1, beendete seine Karriere als Oberstaatsrat, Inspektor der Nowgoroder Gymnasial-Schulen obwohl er Lutheraner war. Sein Brief an seine Mutter Friderike Klosse, AD, am 14. März 1862 während der Vorbereitung für seine Heirat 1863 mit Laura Möller, B4, ist in Russisch geschrieben. Ebenso sein Beitrag in B4s Mädchenalbum vom 25. März 1858, einer von ein paar weiteren russischen Einträgen in diesem Album. Es ist nicht auszuschließen, dass er von seinen Eltern unterwiesen wurde, eine russische Karriere zu machen, dennoch lässt der Eintrag im deutschen Album, als er erst 18 Jahre alt war, mit mehr Wahrscheinlichkeit vermuten, dass seine Muttersprache Russisch war, nicht Deutsch. Andererseits zeigt der Inhalt des Briefes 1862, in dem ein lutherischer Pastor erwähnt wird in Zusammenhang mit der Ankündigung der bevorstehenden Hochzeit in der Kirche, dass er Lutheraner war. Nicht so sehr die Sprache als vielmehr die Konfession waren wichtig, um im kaiserlichen Russland eine Staatskarriere zu machen. Man mag sich eine viele Jahre andauernde Geschichte seiner Liebe zu seiner Cousine B4 vorstellen, bevor er sie schließlich heiratete. Die Hochzeitsvorbereitung, die ein ganzes Jahr in Anspruch nahm, (falls diese Verzögerung nicht an den Hindernissen lag, die durch ihr Verwandtschaftsverhältnis hervorgerufen wurden), sowie die etwas reservierte Haltung von B4 selbst gegenüber ihrem Bräutigam (siehe den Brief), am Vorabend der Hochzeit, konnten ein Resultat von B1s russischer Orientierung gewesen sein. Wenn diese tatsächlich vorhanden und einer der Gründe seiner erfolgreichen Karriere war, wurde dies später völlig durch seine Söhne Paul, F4, und Konstantin.3, F2 kompensiert, die sich selbst 'von Klosse' betitelten. Jedenfalls konnte B1 bezüglich der deutschen Sprache kein Analphabet sein, da er sein ganzes Leben unter den deutschsprechenden Verwandten verbrachte und eine deutsch-erzogene lutherische Frau hatte. B1 und B4 hatten 7 Kinder: Laura Catharine, geboren und
gestorben am 3. November 1863, Woldemar Leonhard (20.01.1864-23.11.1864), Paul
Konstantin (1865-1898), F4, Elvine-Helene (7.04.1868 - ca. 1878), F6,
Laura-Elvine (18.08.1870 - ?
Marie, Laura, Paul, Konstantin.2, Konstantin.3 Klosse.
Nur eins, das jüngste dieser sechs Kinder, erfreute sich eines normalen Lebens
und erreichte das Alter von 66 Jahren. Frauen leben normalerweise länger als Männer,
daher sind Maries 51 Jahre ein sehr kurzes Leben, geschweige denn die 33 Jahre
von Paul. Nur 2 Kinder überlebten ihre Eltern, Marie und Konstantin.3, d.h. das
Ehepaar begrub vier ihrer Kinder innerhalb 35 Jahre gemeinsamen Lebens. Kein
Wunder, dass Laura, B4, in ihr
Tagebuch-CK
(einst – Album ihrer Mutter Clara
Klosse, verheiratete
Möller), eintrug, ihr größter Traum sei es, über ihren Kindern begraben zu
werden. B1 schob der Medizin den Tod seiner Kinder in die Schuhe (Woldemar und
Elvine-Helene scheinen an Diphtherie gestorben zu sein). Von diesen Kindern
liebte er besonders Paul, dessen früher Tod der Hauptgrund für seinen eigenen
Tod war. Paul war wirklich seinem Vater sehr ähnlich, sogar äußerlich. Was
die beiden Kinder anbelangt, die ihre Eltern überlebt hatten, so war deren
Leben weder lang, noch glücklich. In Hinblick auf das permanente Unglück in seiner Familie, erklärte B1 dieses als Schuld der Ärzte und fing an, sie und die offizielle allopathische Medizin zu hassen. In seinen letzten Jahren schrieb er eine laienhafte Broschüre Pora snatj, kak isbavitjsja ot dorogich wratschej i aptek ('Es ist die Zeit gekommen, Mittel und Wege zu finden, wie man die kostspieligen Doktoren und Apotheken loswird'), in welcher er eine Methode des deutschen Bauern Johann Schrott popularisierte, die auf natürliche Heilung ausgerichtet war, durch Luft, Diät, Klistier, Kompressen und Wickeln des Patienten in heiße feuchte Betttücher.
Nach dem Tod von
B1 wurde dieses Pamphlet 1906 zum 5. Mal von Pauls Sohn Konstantin.3 Klosse, F2,
in Nowgorod veröffentlicht. Dieser, F2, verlor seine eigene Tochter M3, indem
er den Empfehlungen seines Vaters folgte. Bis zum Zweiten Weltkrieg, d.h. so
lang, wie das Nebengebäude aus Holz überlebte, gab es eine Menge nicht
verkaufter Exemplare der Broschüre, zerstreut oben auf dem Dachboden. Sie
brannten während des Krieges weg, zusammen mit allen Resten des Besitzes von
B4.
Paul Konstantin von Klosse (10.04.1865 - 3.01.1898), F4, wurde am meisten von seinem Vater geliebt und zeichnete sich durch auffallende Ähnlichkeit mit ihm aus .
Nach der Beendigung seines Studiums der Volkswirtschaft, wurde F4 Bankbeamter an der Bauernkreditanstalt (seine letzte Adresse an seinen letzten 2 Tagen am 1-2 Januar 1898 war Konnaja-Str. 5, Wohnung 9, laut 'Ganz Petersbourg ', 1898). F4 starb 5 Tage nach der Feier seines 10. Hochzeitstages. Es war am 28. Dezember 1887, als er Therese Wilhelmine Hamnerin (1865-1950), F5, geb. in Helsingfors (Helsinki), heiratete, deren Vater Wilhelm Hamnerin war (geb. 1829 in Amsterdam, gest. 1903 in Helsingfors) aber deren Mutter Augusta Therese, born Ulfsax war (geb. 1832 in Haapsalu, Estland, gest. 1905 in Helsinki). Wie das Hochzeitsdatum (1860) ihrer Eltern vermuten lässt, war F5 nicht deren erstes Kind, d.h. sie war nicht das einzige Kind. Der Familienname ihrer Mutter, Ulfsax, zeigt mit aller Wahrscheinlichkeit deren Abstammung von livländischen Rittern sächsischen Ursprungs. Ein finno-ugrisches Aussehen der Tochter von F5, Eugenia-Concordia, M9, zeigt dass ihre Mutter Augusta Therese auch estische oder finnische Vorfahren gehabt hatte. Jedenfalls wurde das erste Kind von F4 und von F5, Constance, in Tallinn (Reval) geboren.
Theodore, Therese, Eugenia. M6 wurde in Estland geboren, aber M8 und M9 in
Nowgorod, wo sie alle im alten Haus von B1 ihre Kindheit verbrachten, bis zum
Tod ihres Vaters Paul von Klosse, F4, 1898. Dann holte sie ihre Mutter F5 in ihr
Geburtshaus in die Petrowskaja (Peeteri?)-Str. 23 in Helsinki.
Zweifelsohne gehörte ihr Geburtshaus, d.h. das alte Haus von B1 in Nowgorod,
noch F5 als Erbe ihres Ehemanns F4, zumindest bis zur bolschewikischen
Nationalisierungskampagne nach 1917. Nach dem Tod von Paul von Klosse, F4, nahm dessen Bruder, der Violinist Konstantin.3 Klosse, F2, seine Nichten M6, M9 und den Neffen M8, in seine Obhut, so sehr er nur konnte .Eugenia und Constance mit ihrem Onkel Konstantin. Zweifelsohne war es dessen Verdienst, dass
sein Neffe Theodore ein professioneller Violinist wurde (er war beschäftigt am
Stadtorchester Helsinki). Wie gesagt, letzterer starb in Helsinki 1935. Es ist
fraglich, ob sein Onkel F2 (der noch 4 Jahre zu leben hatte), überhaupt vom Tod
seines geliebten Neffen erfahren hat – der eiserne Vorhang des stalinistischen
Terrors trennte sie, und sogar irgendwelche Verwandten auswärts zu erwähnen,
war furchtbar: jeder, von dem bekannt war, dass er solche Verwandte hatte,
riskierte jederzeit als Spion erklärt und zum Tod verurteilt zu werden. Stanja. Am 10. Juli 1889 in Reval (Tallinn) geboren, stand sie ihrer Tante Maria, F7, der Schwester ihres Vaters, F4, sehr nahe. Eine professionelle Malerin geworden, reiste sie durch Europa, mit ständigem Wohnsitz in Helsingfors, doch vergaß sie auch ihr Geburtshaus in Nowgorod nicht. Laut dem Helsinkier polizeilichen Adressbüro besuchte sie Sanct-Petersbourg und Nowgorod 1914 und 1916. Ihr Brief vom 17. Juli 1917, aus Helsingfors an F7 in Terijoki (sowjetisches Selenogorsk) auf der Karelischen Landenge, wo F7 nach der Heirat mit F8 ihr Sommerhaus hatte, zeigt, dass M6 auch im September 1917 in Nowgorod war. Sie schreibt, es sei ihr nicht möglich, F7 in Sanct-Petersbourg zu besuchen, da sie schnell auf dem Weg zu Pawlusja sei. Dieser war Pawel Doroschenko, M7, ein Mathematiklehrer und Amateursänger, in den sie sich früher verliebt hatte. Es ist nicht bekannt nicht, ob sie Pawlusja heiratete. Sie wollte ihn vermutlich aus der Sowjetunion holen, was nicht weniger riskant war als ihre eigenen, mehrfachen Überquerungen der sowjetischen Grenze, um M7 zu sehen. Der letztere war Anfang der Zwanziger Jahre in Nowgorod dank seiner Solokonzerte bekannt. Es scheint, Constance, M6, blieb bei ihm bis 1925, als sie zu ihrer Mutter nach Helsinki zurückkehrte. Das letzte Mal ist sie 1926 registriert, um Helsinki "in unbekannte Richtung" zu verlassen. Das musste wieder Nowgorod sein. Laut H7, sah er sie im Sommer 1926 in der Slavnaja-Str. 14, und erinnerte sich, wie sie mit Pavlusja, M7, ihm selbst und jemand anderem den Wolchow mit einem Boot überquerte. Sie sorgte sich um M7, welcher ruderte, weil er an Epilepsie erkrankt war. Möglich, dass M7 bald schon starb. Die letzten Daten über M6 stammen aus Giesendorf, Deutschland, wo sie am 17. August 1942 starb.
Marie Klosse (29.11.1871 - 26.07.1922), F7, war die dritte und letzte Tochter von Konstantin.2, B1 und Laura, B4.
Sie war am 29. November 1871 in Nowgorod geboren und wurde am 19. März 1872 in der lutherischen Kirche von Sankt Nikolaus dort getauft. Ihre Patin, war Catharine Metz, B7, die Schwester von B4. Nach der Beendigung des Gymnasiums 1892 ging sie in die Haushaltsschule. Aus eigenem freien Willen wechselte sie ihre Konfession, indem sie 1893 zum orthodoxen Glauben konvertierte. Vielleicht wurde sie dabei von ihrer besten orthodoxen Freundin Alice Kötzberg, G5, beeinflusst, die eine Adlige lutherisches Ursprungs, auch künftige Patin von H8 war. Der Vater von G5, Wassili Kötzberg, war sehr wahrscheinlich ein orthodoxer Konvertit, wie aus seinem orthodoxen Namen ersichtlich ist. Der Einfluss von G5 war nicht der einzige Faktor, der F7 ermutigte, ihre Konfession zu wechseln. Mit aller Wahrscheinlichkeit entsprach dieser Übertritt ihrer ekstatischen Frömmigkeit, die nicht durch den rationalen lutherischen Glauben befriedigt werden konnte. Die Gelegenheit bot sich durch ihre Freundschaft mit einem jungem Violaspieler, dem orthodoxen Ukrainer Grigori Tarassenko (1874-1935), F8 (siehe unter Tarassenko). Marie schenkte ihm 1895 ihr Foto, dies kann als das spätest-mögliche Jahr ihrer Bekanntschaft angesehen werden. Ihre Heirat fand 1897 in der Kirche der Hof-Stall-Abteilung in Sanct-Petersbourg statt.
Es scheint mystisch genug, dass F8, der Zeit seines Lebens
eine große Anzahl Wohnungen in den verschiedenen Teilen von Sanct-Petersbourg
mietete, seine letzten Tage 1935 in der Nähe dieser Kirche in der Malaja
Konjuschennaja-Str. beschloss. Es ist nicht weniger merkwürdig, dass dies seit
1904 Pfarrkirche von
Konstantin Jekimow, C4,
war, aber nur dank der
Ernennung von C. G. Mannerheim zum stellvertretenden Leiter der
Hof-Stall-Abteilung genau auch 1897 und seines Aufenthalts dort bis 1904. H7,
Sohn von C4, heiratete H8 (Tochter von F7 und F8)
die in der Malaja Konjuschennaja (Sophia Perowskaja)-Str. nach dem Tod
ihrer beiden Eltern wohnte.
Marie Tarassenko in den Jahren des Hungers. Sie starb am 26. Juli 1922 in Krankenhaus durch eine Nachoperationsblutvergiftung. Ihr Ehemann F8 bekam Tuberkulose und starb 1935. Das Unglück war ihr ständiger Begleiter von Anbeginn: ihr erstes Baby, Sohn Anatole, N2, 1898 gesund geboren, wurde durch einen Fall auf den Fußboden ein buckeliger Invalid für sein restliches Leben. Ihr zweites Kind war Sohn Eugen (1900-1972), N3, dessen langes Leben nicht erfolgreich war und gekennzeichnet durch eine Rückkehr von Sanct-Petersbourg nach Russland, als wäre es eine Fortsetzung der Konvertierung seiner Mutter in die Anti-Petersbourger Richtung.
Anatole und Eugen. Eugen, N3 beendete seine Karriere als Sergeant, Trompetemajor
in einem Militärorchester. Gestorben ist er in Moskau.
Ihre Pateneltern waren Alice Kötzberg, G5, und ein Erbadlige Boris Alexandrowitsch Mironenko, ein Freund von F8, auch ein Ukrainer und dessen Kollege, Violinist am Philharmonie-Orchester. Tanja mit ihrer Patin. Da G5 unverheiratet war und blieb, liebte sie H8, als sei sie ihre eigene Tochter.
Mit Mutter. Das
Ende der Kindheit wie auch die Jugendzeit von H8 waren vom Hunger geprägt, und
dies beeinflusste ihre Gesundheit in den folgenden Jahrzehnten und verkürzte
ihr das Leben. Die nächste Hungerperiode, erlitten während der Blockade, zog
die Gesundheit ihres Sohnes, Q3, in Mitleidenschaft. H8 verlor ihre Mutter, F7,
1922 im Alter von 12 Jahren, während ihr Vater, F8, 1935 verstarb, als sie
(1933-1938) Studentin war. In den harten Jahren des Kampfes ums tägliche Überleben,
1917-1922, konnte ihre ständig schwächer werdende Mutter keinen entscheidenden
Einfluss ausüben, um ihre Überzeugungen zu formen, besonders da ihr Vater F8
eine viel stärkere Persönlichkeit war mit seinen Flüchen und dem Mangel an
Vertrauen in die Menschen und in das Gute. Unter solchen Bedingungen waren
Freunde mit ausländischer kultureller Tradition die Haupterzieher. Glück hatte
sie insofern, als ihre Schule auf die Grundlage der ehemaligen
Peterschule,
umgestellt wurde, in der noch eine Anzahl früherer Lehrern weiterhin blieb. Die
atheistische Einstellung wurde gestärkt, als sie am
Leningrader Staatlichen
Medizinischen Institut,
studierte, das H8 als ärztliche Therapeutin beendete. Beim Verbringen der
Sommer in Nowgorod, im Haus ihr Mutter in der Slavnaja-Str. 12, lernte sie
Verwandte der Frau ihres Onkels, Konstantin.3 Klosses, F2, eines
Musiker-Kollegen von F8, kennen, die ebenfalls die Sommer in der Nachbarschaft,
in der Slavnaja-Str. 14, verbrachten. Diese waren Maria Karlowna Klosse,
geborene Henkel, F3, Frau von F2, deren Schwester Martha Karlowna,
C5, ihr Ehemann Koka (Konstantin) Jekimow, C4, und ihre Söhne Wassili,
i7, Wladimir, H9 und Konstantin, H7. Zweifelsohne
war H8 auch Gast in ihrer Wohnung in der Bolschaja Konjuschennaja
(sowjetisch: Scheljabows)-Str. 2 in Petersbourg/ Petrograd/
Leningrad. Obgleich
C4 und C5 dachten, H8 würde
i7s
Frau werden, wählte sie den jüngsten
H7, der ab 1935 ihr
Verlobter wurde. Ihre zivile Trauung fand am
18.
April 1938 statt. Zuerst wohnten die jungen Eheleute
kurzzeitig in H8s Zimmer in der Malaja Koniushennaja, aber bald schon zogen sie
zu H8s Onkel Konstantin.3 Klosse, F2, wo sie einen seiner beiden Räume in
seiner ehemaligen 5-Zimmerwohnung belegten, in der
Officerskaja
54 (nach 1917 - Dekabristen)-Str.
in Kolomna (F2 starb 1939).
Ihr erstes Kind wurde geboren und starb 1940. Ihr zweites Kind, Sohn Michael (Mika), Q3, wurde am 14. Mai 1944 bald nach dem Ende der Blockade geboren. Der Junge konnte Reste der vorherigen Petersbourger Kultur nur noch in der Bolschaja Konjuschennaja-Str. 2 kennen lernen, wo seine Großeltern C4 und C5 zusammen mit den Familien von i7 und H9 wohnten.
Mika mit seiner Kusine Toma sowie seinen Cousinen Zwillingen Juscha und
Ina Eines der am häufigsten dort gehörten Worte war das Wort "war". Dieses wurde assoziiert mit den Ruinen der kaiserlichen Sommerpaläste in den trostlosen Vorortparks in Paulowsk und Zarskoe Selo, wie auch mit diesen Parks selbst. "Sie sind keine Russin, keine Russin!" – seit der Kindheit erinnerte er sich der Worte einer alten Frau, die ohne irgendeine Absicht seiner Betreuerin, Maria Klosse, F3, entgegen geschleudert wurden, mit dem er in den Alexis Garten zu gehen pflegte, nahe ihrem Haus, Offizierskaja Str. 54, gelegen. Einige Statuen, noch nicht gänzlich von Hooligans zerbrochen, waren in diesem Garten in den Nachkriegsjahren noch erhalten. Einmal zeigte ihm die Betreuerin deutsche gefangene Soldaten, die auf einem Baugerüst eines reparierten Hauses arbeiteten. Die eigne Welt kontrastierte auf merkwürdige Weise mit der ganzen Umgebung, die stufenweise als immer fremder wahrgenommen wurde. Als Q3 begonnen hatte, Ruinenpaläste zu bewundern und diese zu zeichnen, war das für seine Schulkameraden unverständlich, ihm aber missfiel seinerseits, was für die Schulkameraden interessant zu sein schien. Autoporträt. Schließlich nahm er alles als fremd wahr, ausgenommen Ruinen, Bolschaja Konjuschennaja und das Wort "war". Nach der Universität, als die Welt von Konjuschennaja durch den Tod von C4 und C5 ausgelöscht worden war, floh er aus dem russischen Staat, den Namen von Klosse-Klussis als sein Pseudonym verwendend.
Konstantin.3 Alexander Klosse (1873-1939), F2, war das letzte Kind von B1 und B4.
Marie, Elvine-Helene und Konstantin Klosse. Er war ein höchstprofessioneller Musiker, Geiger im Orchester des Sanct-Petersbourger Marientheaters. Ähnlich seinem Bruder Paul, F4, schätzte er in hohem Grade seine deutschen Wurzeln und pflegte seinen Adelsstand mit dem Prädikat "von" zu unterstreichen: im 'Ganz Petersbourg' von 1899 wird er als von Klosse ausgewiesen. Seine Adressen waren: 1898 - Paulowsk, Prokofjews Haus; 1899 - 6. Ismail-Rota 8; 1900 - Neva-Allee 63; 1901 - Fontanka 181, Wohnung 6; 1904 - Sadovaja-Str. 24; 1907, 1908 - Sadovaja-Str. 22; 1913 - Sadovaja-Str. 90; 1910, 1911, 1912 - abwesend; die vorletzte Wohnung aber wurde von ihm im gleichen Haus auf der Englischen Allee gemietet, in dem der berühmte Grigori Rasputin seine Wohnung hatte, während die letzte Wohnung Nr. 27 in der Offizierskaja-Str. 54 war, im Haus, das der Estnischen Lutherischen Gemeinde gehörte. Tatsächlich war das letzte ein Eckhaus mit einer Front zur Masterskaja hin, nicht zur Offizierskaja-Str. Blick zum Haus der Estnischen Lutherischen
Gemeinde in der Offizierskaja-Str. 54 (das größte Gebäude, letztes links im
rechten Teil des Fotos) von der Ecke Torgowaja / Masterskaja aus. 1959. Das Prädikat
"von" vor dem Namen F2s verschwand in späteren Ausgaben des
Adressbuchs – mit aller Wahrscheinlichkeit wurde nicht stattgegeben, sich mit
dem aus freien Stücken hinzugefügten Namenszusatz einzutragen. Im 'Ganz
Petersbourg', 1898, wird er als 'freier Künstler' aufgeführt. Was die
Ausweisung als 'Künstler des Marientheaters' anbelangt, so erscheint diese
lediglich in der Ausgabe von 1913. Selbstverständlich stammen die Angaben von
ihm selbst. Alle Sommer verbrachte er in seinem Haus in der Slawnaja-Str. 14 in
Nowgorod, aber das Hauptgebäude, das Ziegelsteinhaus wurde nach 1917 von den
Bolschewiken verstaatlicht und ihm weggenommen. Er blieb im Nebengebäude aus
Holz, das später die einzige Wohnung seines Sohns Nikolaus, M4, und
dessen Frau, Natalie, geb. Strupp, M5, sowie ihres Sohnes, seines Enkels,
Konstantin.4 Klosse, T8, wurde. Dieses Nebengebäude wurde auch ein
Sommerwohnsitz für Verwandte der Frau von F2 Maria, F3, d.h. für
C5, C4,
i7, H9, H7, Q8,
R1. Lisa, Maria, Nikolaus und Konstantin Klosse. Nachdem ihre Großmutter Laura Klosse, B4, 1908 gestorben war, nahmen die Kinder bereitwillig die Eltern ihrer Stiefmutter F3 als Großeltern an, d.h. Pastor Karl Henkel, A8, und seine Frau Martha, A9, - ihre Weihnachtskarte, gesendet nach Konin, erlaubt die Vermutung, dass F3 Zeit gefunden hatte, sie 1913 nach Konin zu bringen.Leider musste Lisa, M3, bald sterben. Der Grund von M3s Tod war, dass F2 alle zeitgenössischen medizinischen Mittel zurückwies und seine Tochter mit heißen feuchten Kompressen kurierte in Übereinstimmung mit den Empfehlungen seines verstorbenen Vaters B1.
Nikolaus Klosse (1900-1976), M4, son of F2, war ein Buchhalter. Er war mit mit Natalie Strupp, M5, einer Nowgorod-Deutschen, verheiratet.
M4 und M5 hatten einen einzigen Sohn, Konstantin.4, T8, der sowjetischer Militäringenieur wurde. Bis zum Zweiten Weltkrieg wohnte die Familie in Nowgorod, wurde aber während des Krieges zum Altai evakuiert. Nachdem sie bei ihrer Rückkehr in Nowgorod nach dem Krieg ihr abgebranntes Haus gesehen hatten, wollten sie nichts restaurieren, besonders weil dies verbunden war mit dem Auffinden der Eigentumsdokumente ihrer deutschen Vorfahren. Sie zogen nach Pskow, weil M4 dort ein guter Job vorgeschlagen worden war und weil Pskow wegen seines Flusses Welikaja ein Ersatz für das historisch ähnliche Nowgorod zu sein schien. Die Welikaja war nicht so groß wie der Wolchow, gewiss, aber sie erinnerte M4 an seine glückliche Kindheit. Fischen war sein lebenslanges Hobby. Er war ein guter Schwimmer, doch zeichnete er sich besonders durch seine Geschicklichkeit aus, perfekte Jachten und Schwerboote auf dem Wolchow wie auch auf der Welikaja zu bauen. Charakterlich ähnelte M4 seinem Vater, war pedantisch und pflegte andere zu erbauen. Er sprach langsam, auf singende Weise, war streng aber nicht lasterhaft. Er und seine Frau (anfangs zusammen mit ihrem Sohn T8, der später auf eine Militärschule überwechselte), wohnten in einem Raum einer Zweizimmer-Wohnung in einem kleinen einstöckigen alten Haus, nicht weit vom Hineinstürzen der Pskowa in die Welikaja, in der Nähe der orthodoxen Kathedrale. Nachdem T8 seine Schule absolviert hatte, verheiratet war und in verschiedene Städte geschickt wurde, um dort zu arbeiten, pflegten M4 und M5 manchmal den Sommer bei ihrem Sohn zu verbringen. Einmal machten sich dies H7 und seine Familie zunutze, indem sie den Sommer in M4s Wohnung in Pskow verbrachten. Die Familie H7s hielt sich einige Sommer in der Nähe von Pskowa auf, wo M4 im Dorf Piskowitschi nahe dem Delta der Welikaja eine Mietswohnung für sie gefunden hatte. Der erste von jenen Sommern war 1948, an dem die Familie H9s nach Art und Weise ihrer Vorkriegs-Nowgorod-Gewohnheit teilnahm. Im Delta der Welikaja 1948 (Natalie Klosse, die ihre Augen mit der Hand beschattet). Leider gab es kein Nowgorod ähnliches Haus noch Garten dort in Pskow. Daher fand später die Familie von H9 bessere Orte für ihre Sommererholung bis sie schließlich ihr eigenes Haus in der Nähe von Narva errichtete. Seine Frau starb an Krebs, Nikolaus überlebte sie nur um einige Jahre. Da sein Sohn T8 weit entfernt von Pskow lebte, konnte M4 die Einsamkeit nicht ertragen und heiratete eine ältere russische Frau, die er zufällig auf einem Friedhof getroffen hatte. Schließlich zog er aus seiner alten Wohnung zu ihr in ein großes Holzhaus in einem anderen Teil der Stadt. Bald danach, 1976, starb er an einem Schlaganfall.
Sein Sohn Konstantin.4 Klosse, T8, übernahm seines Vaters Anglerhobby und war seinerseits ein guter Schwimmer, aber er war kein Boots-Meister. Er brach mit der Petersbourger Tradition seiner Vorfahren (die unter seinen Bedingungen natürlich nicht bestehen konnten) und heiratete eine russische Frau Palmira, T9, eine Lehrerin der russischen Literatur, die eine große sowjetische Patriotin war. Seltsam wie es war, zog T8 schließlich in das frühere Zarskoe Selo (sowjetisches Puschkin), in die Stadt seines Vorfahren, des Apothekers Johann Christopher Klosse , 0A. T8 starb dort im August 2005. Auf diese Weise fand die Sippe der Klosses ihr Ende auf dem verwüstetem Land ihres Ursprungs.
T8 und T9 hatten eine Tochter Elena, verheiratete Sokolova,
Z2, und einen Sohn Nikolai, Z3. Der letztere wohnt zusammen mit seiner
Frau Tatjana, Sohn Konstantin.5 Klosse und Tochter Warwara
in Zarskoe.
Die Sippe Klosse hängt mit der Sippe
Ekimov
durch Heirat von: 1) C4
und C5
> 2) F3 und F2, 3) H7 und H8 zusammen. |