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SCHICKSAL DER SANCT-PETERSBOURG SIPPE JEKIMOW |
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Der Stammvater der Petersbourg Sippe der Jekimows, A1, kam nach Sanct-Petersbourg aus Sibirien, will man einer Familienlegende Glauben schenken. In der ganzen Sippe war er der einzige authentische ethnische Russe, der seinen Namen allen seinen Nachkommen hinterließ. Die Herkunft seiner Ehefrau, A2, kann bezweifelt werden: Obgleich sie orthodox gewesen sein sollte, lassen, nach ihrem Portrait zu urteilen, ihre Gesichtszüge den Verdacht aufkommen, dass sie irgendwie moldowenischen oder kaukasischen (georgischen) Ursprungs gewesen sein könnte. Mit aller Wahrscheinlichkeit stammt A1
von freien Bauern ab, dennoch zeigt sein amtlicher Name Jekim
Jekimowitsch Jekimow das typische Fehlen der Familiennamen-Tradition, wie es
für russische Bauern vor dem Abschaffen der Leibeigenschaft 1861 üblich war: Jekimow
Jekimow bedeutete offensichtlich Abstammung von seinem Vater Jekim,
aber ein "vornehmes" Patronymikon Jekimowitschwurde wiederholt
in Petersbourg hinzugefügt, als A1 dort seine Karriere machte. Ohne Zweifel
wurde seine Ehefrau Paraskeve (Praskowia) Jakowlewna, A2,
auf gleiche Weise vor ihrer Heirat Jakowleva (Tochter des Jakow)
genannt.
Beide Bedingungen, Staatsdienst und Heirat einer Person westlichen Ursprungs, erfüllte Wassili Jekimow (1832-1914?), A6, Sohn von A1. A6 heiratete eine Frau, Anna, A7, die von ihrer Mutter Anne Marie Schenken, A3, geborene Palmen, zusammen mit ihrer Schwester Julia aus Deutschland nach Sanct-Petersbourg gebracht worden war. Aller Wahrscheinlichkeit nach stammten sie aus der Mittel- oder sogar aus der Unterschicht, der Ernährer der Familie (Paul Schenken) war schon vorher gestorben. Der Prozess der Verwestlichung der Petersbourger Intellektuellen russischen Ursprungs kann durch das Schicksal der Schwester von A7 Julia veranschaulicht werden, die den bekannten russischen Schauspieler Chodotow (1878-1932; die Tochter dieser Heirat Anna Bagrikowa, sowie die Tochter der letzteren, Kira, werden in der Tabelle der Gesamten Genealogie unter EX, L4, aufgeführt – beide waren in späteren Epochen häufig Gäste bei der Familie von C4, Sohn von A6). Michael, AN, Bruder von A6, hatte sich nicht durch irgendeine leuchtende Karriere ausgezeichnet, was von seiner Tochter Aglaide, D6, erkannt wurde, welche ihren Vetter Michael, D5, heiratete, einen erfolgreichen Militäroffizier, wobei ihr diese merkwürdige Verbindung sehr gut zu bekommen schien. Solche Heiraten konnten keiner Tradition unter strengen orthodoxen Richtlinien genügen, daher mussten die Gründe, falls nicht nur Liebe, sehr ernsthafte sein. Auf jeden Fall kam eine Heirat mit einem/einer Halb-Deutschen, der/die nach westlichem Modus lebte, auch eine Art Verwestlichung gleich. Was Eugenia, D7, Schwester von D6, anbelangt, ihre Verwestlichung war die Heirat mit Jegore Zakrzewski, einem Militäroffizier polnischer Abstammung. Wassili, A6 beendete seine erfolgreiche Karriere als Staatsrat und Abteilungsleiter der Bergbau-Abteilung des Ministeriums für Staatliche Besitztümer. Das war die Krönung des langen Weges,
den er 1848 als Sekretärin der Abteilung für Kohle- und Salz-Bergbau begann,
nachdem er eine Schule für arme Kinder der Kaiserlichen Philanthropischen
Gesellschaft beendet hatte. Obgleich er eine ausgezeichnete Karriere gemacht hatte und Träger der besagten Orden war sowie auch des französischen Commandorkreuzes der Ehrenlegion und des Monte-Negro Daniel-Ordens 3. Grades, war er nicht als Grundbesitzer registriert. Daher erhebt sich die Frage bezüglich der Herkunft des Familienbesitzes in Gorodischtsche bei Luga im Gebiet Nowgorod (Bahnstation Utorgosch), welcher seiner Tochter Olga, C6 (geboren 1863), gehörte, die zusammen mit ihren beiden Söhnen und ihrer Tochter permanente Einwohnerin von Gorodischche war. Entsprechend der Persönlichen Akte von A6, wohnte Olga und ihre Kinder mit ihm zusammen wegen der schweren Krankheit ihres Ehemanns. Da ein von ihren Söhnen gesagt wurde, er sei schwach im Kopf, war ihr Ehemann, der Händler Oparin wahrscheinlich seinerseits Patient irgendeiner psychiatrischen Anstalt über viele Jahre hinweg, aber Olgas Eltern stellten ihr Erbe unter den Schutz aller Verwandten. Dennoch
sind andere einleuchtende Vermutungen nicht auszuschließen. Als Feodore, D8,
der älteste Sohn von A6 und A7, eine georgische Prinzessin Nino Eristavi,
DX, heiratete, holte er sie nach Gorodischche. Da in Sanct-Petersbourg ohne
Zweifel eine bequeme Wohnung zu seiner Verfügung stand, was konnte der Grund
gewesen sein, seine junge Frau irgend woanders hin zu bringen, wenn dieser Ort
nicht ihr eigener Besitz war? Es scheint plausibel, dass das Gut als Mitgift
entweder vom Vater der DX, dem Dichter Prinzen Rapiel Eristavi,
B8, oder sogar vom Onkel der DX, dem Generalleutnant Prinzen Kiaso
Eristavi, dem Vorgesetzten Feodores, gekauft worden sein kann, der den
letzteren mit aller Wahrscheinlichkeit bei DX eingeführt hatte, und der sicher
reicher war als sein Dichtercousin. Da Kiaso Eristavi seinerseits kein großer
Millionär war, war das Gut nicht in irgendeiner Weise großartig. |
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Es ist seltsam,
dass A6 nicht im ‘Ganz Petersbourg‘ von 1896, 1900, 1902 und anderen Jahrgängen
der Jahrhundertwende zu finden ist, wenn A6 "nach Petersbourg, 1.
Kasan-Teil, verordnet" war, laut seiner persönlichen Akte. Seine Adresse
wird mit Bolschaja
Konjuschennaja, 5-14 in
dieser Akte angegeben. Diese Adresse muss überprüft werden, indem man die
Verwaltungs-Abteilung von Sanct-Petersbourg vor Beginn des 20. Jhs. analysiert.
Zumindest anfangs des 19. Jhs. wurden die Gebäude in anderer Weise nummeriert,
als ihre Postadresse (entsprechend einer Straße) lautete. Jedenfalls
"war" A6 von der Sanct-Petersbourger Polizei Abteilung
"vorgeschrieben", d.h. die Nummerierung kann etwas
Verwaltungspolizei-Abteilung, aber keinerlei Postadressen in Straßen
widerspiegeln. Die Wohnung "14" entspricht offensichtlich C4s
späterer: Bolschaja Konjuschennaja str. 2. Andererseits wird die Adresse von
A4's Sohn Konstantin an 2 Orten in den gleichen Jahren 1908 und 1911 im ‘Ganz
Petersbourg’ ausgewiesen: Katharinen-Kanal 5 und Bolschaja
Konjuschennaja Str. 2. Beide Wohnungen gehörten (oder waren gemietet von)
der Hofstall-Abteilung. Andererseits dirigierte A6 seine Söhne zum Studium an
die Nikolaus Kavallerie-Schule. Dieses gestattet die Vermutung, dass A6 bereits
Kontakte mit der Hofstall-Abteilung gehabt hatte, ehe sein Sohn, C4, dorthin
bestimmt wurde. Im Falle dass er Untermieter der Stallabteilung auf
der Bolschaja Konjuschennaja Str. 2 war, befreite ihn dieses vermutlich von der
Verpflichtung, seine Adresse im ‘Ganz Petersbourg’ zu deklarieren. Erst etwa
gegen 1908 wird sein Sohn, C4, der noch Katharinen-Kanal 5 wohnt, der
Hauptmieter der Wohnung Nr. 14 seines Vaters, aber C4 mietet auch seine 1.
Wohnung in der Bolschaja Konjuschennaja Str. 2 (nicht Nr. 14 im 1.
Obergeschoss!). Anscheinend zieht er aus der schlechteren Wohnung,
Katharinen-Kanal, in die Wohnung Nr. 14 erst nach dem Tod seines Vaters um. Was
die zweite ("erste") Wohnung im Erdgeschoss des gleichen Gebäudes in
der Bolschaja Konjuschennaja Str., anbelangt, so gab er diese sicher nach
der Februar-Revolution 1917 auf. Wenn diese Vermutungen richtig sind, dann muss
die Adresse Bolschaja Konjuschennaja Str. 2, Wohnung 14 als die unikale
Adresse der Jekimow-Sippe seit dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts
angesehen werden. Wassili, A6, und Anna, A7, hatten 5 Söhne und 4 Töchter. |
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Von den 9 Kindern von A6
und A7 wurden alle 5 Söhne Militäroffiziere in Dragonerregimenten, den ältesten
Feodore aber fand die Revolution von 1917 im Range des Obersten
des Generalstabs. Einige Legenden, die von A6 und A7 erzählen, überlebten. Es scheint, A6, wurde dazu ausersehen, die populäre russische Übersetzung der Studentenhymne 'Gaudeamus igitur' zu zitieren, nämlich die Verse Wremja ljotsja tak, kak retschka, Den ' prochodit tak, kak tschas, Tschelovek gorit, kak swetschka, Dunul weter – on pogas ("Die Zeit strömt dahin wie ein Fluss, der Tag verrinnt wie eine Stunde, ein Mann brennt wie eine Kerze, erlischt mit dem Hauch des Windes"). C4 gab vor, dass dieses A6's eigene Verse wären. Dennoch sind andere Verse von verschiedenen Quellen bekannt, aber der Text von 'Gaudeamus Igitur', künstlich an den Universitäten verbreitet, war Ende des 19. Jhs. in verschiedenen russischen Versionen populär, die nichts zu tun haben mit der westlichen Studententradition (vgl. über Konstantin.3 Klosse). Das Thema der brennenden Kerze, das A6 auf seltsame Weise faszinierte, enthüllt einen schrecklichen Bezug zu A7. Über A7 wird berichtet, dass sie anscheinend in Gorodischtsche starb, während ihr Ehemann, A6, sich in Sanct-Petersbourg befand. Jene Nacht träumte er, sie würde einen hübschen, flachen Kerzenhalter mit einer brennenden Kerze halten, und zu ihm sagen: "Diebe wollten in unser Haus einbrechen, aber ich warf sie hinaus". Es schien, dass in jener Nacht tatsächlich Diebe in das Haus einbrachen, aber als sie die Leiche sahen, erschraken sie und flohen. Diese Geschichte erzählte C4, aber H7 sagte (viele Jahre später), dass sie sich auf eine Magd und nicht auf A7 beziehe.Jedenfalls war es A6, der diesen Traum träumte. Der kleine flache Kerzenhalter aus Bronze mit einem künstlerischen Handgriff und einer bunt verkrusteten Emailleverzierung befindet sich jetzt bei der Familie von Q3. Der Kerzenhalter fiel auf H7's Anteil von Tamara, S8, der Tochter seiner Cousine Nina, L1, welche die Tochter der Prinzessin Nino, DX, war. Es war S8, die die Identität des besagten Kerzenhalters bezeugte und dass A6 diesen Traum gehabt hatte. Da deshalb der Kerzenhalter in Gorodischtsche war und später – bei einer Enkelin der Prinzessin, und der Charakter des Kerzenhalters orientalisch ist, kann man folgern, dass er ein Stück aus dem Besitz der Prinzessin Nino war, mitgebracht von ihrem Landgut, wo sie geboren wurde, beiKistauri als Andenken an ihre Kindheit. Die Verbindung zwischen dem Kerzenhalter und der schrecklichen Geschichte könnte entstanden sein als Resultat von brennenden Gewissensbissen von A7, die sich ihrer grausamen Behandlung gegenüber ihrer Schwiegertochter erinnerte. Er scheint in hohem Maße denkbar zu sein, dass solche Gewissensbisse eine reale Prophezeiung heraufbeschwören können: es war eine BRENNENDE KERZE zurückgelassen auf dem Dachboden des Gutshauses von Gorodischtsche einige Jahre später, die eine Feuersbrunst und das Niederbrennen des gesamten Hauses verursachte. Von A6 wurde erzählt, dass er in seinen letzten Jahren gerne Süßigkeiten genoss. Außerdem erklärte sein Sohn Konstantin, C4, von irgendeinem Familiengespenst, einer "weißen Frau;, die anscheinend seine Vorfahren A6 und A1 vor deren Tod heimsuchte. Keine "weiße Frau" erschien 1959 vor dem Tod von C4 selbst. Dagegen gab es wirklich eine Vielzahl "weißer Frauen" in einem Krankenhaus, wo sein Sohn i7 1992 starb. |
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Söhne von A6 und von A7 Wie erwähnt, wurden alle 5 Söhne von A6 und A7 A6 und A7 Kavallerieoffiziere. Es scheint, dass während einer Zeitperiode sie alle der 5. Kavalleriedivision angehörten, meistens eingesetzt, um die westliche Grenze des Reiches zu schützen. Leider bedeutete dieses auch Kontrolle auszuüben über Länder, die durch Russland im 18. Jh. eingenommen worden waren Das 13. Kargopol Dragonerregiment, in dem der jüngste Bruder Koka Jekimow, C4, diente, war eine der stärksten Besatzungs-Einheiten in Polen. Es tauchte in Konin nämlich auf als Resultat der unterdrückten Revolte von 1863. Dennoch kann man nicht Leute beschuldigen, die redlich ihre Pflichten erfüllten. Die, die Petersbourger waren, waren Europäer. Sie hatten empfindliche Seelen und edle Herzen. Im geeigneten Moment traten Kämpfer für die Befreiung und Unabhängigkeit versklavter Völker daraus hervor. Eine dieser Persönlichkeiten war der berühmte Held von Finnland und sein künftiger Präsident Karl Gustaf Mannerheim. Koka, Wassili, Michael und Feodore Jekimow in Skierniewice, 1898. Der älteste der Brüder, Feodore Jekimow (1860), D8, mache die beste Karriere: er trat dem Jahr 1917 als pensionierter Oberst des Generalstabs. Feodore in der "ersten" Wohnung Bolschaja Konjuschennaja. Im Spiegel: sein Vater A6. Seine erste Ehefrau war Nino Eristavi, DX, Tochter eines georgischen Dichters Prinzen Rapiel Eristavi, B8. |
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Auf dieser Basis
versuchte D8 einen Titel, "Prinz Eristow-Jekimow" zu erwerben -
Prinz Eristow,
d.h. Georg (Giorgi, Kiaso) Eristavi, B8's Vetter, war Ende des 19.
Jhs. Generalleutnant, Kommander der 5. Kavallerie-Division. Mit aller
Wahrscheinlichkeit war dieses der Grund von D8's Beziehung zu Georgien wie auch
zu seiner erfolgreichen Karriere. D8 nahm seine Ehefrau DX mit in das feuchte nördliche
Gorodischtsche, wo sie von der einfachen bejahrten Deutschen A7 verspottet
wurde, die die unglückliche georgische Prinzessin, ihre Schwiegertochter, auf
derartige Weise schlecht behandelte. Als Folge wurde DX krank und starb an
Tuberkulose im Haus ihres Vaters in Kistauri, Kachetia, 1889. Nina in Gorodischtsche 1901. Im Spiegel: ihr Onkel Koka, der einen Schnappschuss macht. C4 und C5 nannten ihr zweites Kind sogar Nina (leider starb das Kind im gleichen Jahr 1905). L1 heiratete einen Militäroffizier Nikolaus Pjatnitzki, LX, mit dem sie eine Tochter Tamara, hatte, S8. Nach 1917 heiratete L1 einen Rote-Armee-Offizier, Ilia Godlewski, L2. |
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L1 starb 1943, als sie erfuhr, dass ihr und Ilias junger Sohn Donat, S9, in einer Kriegsaktion gefallen war. L1s und LXs Tochter Tamara Pjatnitzkaja, S8 (verheiratete Romanow) – konkurrierte mit ihrer Mutter bezüglich Schönheit, aber sie ähnelte einer Georgierin sogar viel mehr als ihre Mutter, DX, Tochter eines Georgiers. In den zwanziger Jahren wurde sie sogar eine Filmschauspielerin (im Film "Dekabristen" von welchem alle Kopien während des Zweiten Weltkrieges verdarben). Tamara Pjatnitzkaja und ihre Mutter Nina Godlewska. S8 träumte ihr ganzes Leben lang von Georgien und es gelang ihr, Kistauri, das Haus ihres Urgroßvaters, des Dichters Rapiel Eristavi, B8 und ihrer Großmutter Nino, DX, seiner Tochter, vor dem Zweiten Weltkrieg zu besuchen. Sie erwarb vor dem Krieg auch Freunde in Tiflis. In ihren letzten Jahren nahm sie Kontakte mit Georgien, Q3 halber, wieder auf, der Tiflis und Kistauri besucht hatte. S8 starb verarmt an Lungenkrebs unter der Flurtreppe in einem von Leningrads Krankenhäusern (es gab kein freies Bett auf irgendeiner Station), am 25. August 1981. Das Leben ihres Bruders Donat Godlewski, S9, war kurz. Donat als Kind in Kleidern eines georgischen Kriegers. Seit seiner Kindheit träumte S9 von einer militärischen Karriere. Er war Kadett auf einer Militärischschule für Panzerausbildung, als der Zweite Weltkrieg ausbrach. Er schloss sich der Armee als Leutnant an, wurde jedoch 1943 während einer Panzeraktion bei Kursk durch den Splitter eines Geschosses getötet (er hatte sich gerade für einem Moment aus der Falltür heraus gezeigt). Donat (2. von links) mit seinen Kadettenkameraden. Sein Vater L2 war Jude. Dennoch wählte S9 die Sippe seines Urgroßvaters Rapiel Eristavi, B8: ähnlich zu S8 romantisierte er Georgien und betrachtete sich selbst als Georgier. |
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Nach dem Tod von Nino, DX, heiratete Feodore Jekimow, D8, erneut. Seine zweite Ehefrau Else, D9, war eine Deutsche. Im Gegensatz zu A7 stammte sie sicherlich zumindest aus der Mittelschicht und hatte noch Verwandte in Deutschland. In den Zwanziger Jahren gelang es ihr von der Sowjetunion nach Deutschland zu fliehen, wobei sie ihren und D8's Sohn Georg (Goga), L3, mit dorthin nahm. Feodore mit seinem Sohn Goga nach 1917. Man erzählte, L3 sei als Ingenieur bei den Messerschmittwerken in Deutschland beschäftigt gewesen, wenngleich keine diesbezüglichen Spuren gefunden wurden. Die dritte Ehefrau von D8 Jekaterina, E1, war eine ethnische Russin. Dies war bereits während der sowjetische Zeit. D8 und E1 hatten keine Kinder. Während D8 kurz vor dem Krieg gestorben war, überlebte ihn E1 um ungefähr 20 Jahre, aber sie blieb für die anderen Repräsentanten der Sippe eine Fremde. |
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D8 entging den bolschewikischen
Repressionen zweier glücklicher Umstände wegen: 1) er war 1917 Reservist, 2),
er hatte einen vorangekommenen "roten" Bruder D5. Kokorews Gut in Machalatka
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Michael Jekimow (1865-1941?), D5, machte eine leuchtende militärische Karriere und war bekannt als Gewinner vieler Preise, einschließlich Kaiserspreise bei Pferderennen. Er war Liebling der Frauen – bei einer Romanze mit der Ballerina Matyùda Krzesiñska musste sogar sein Vater eingreifen und ihn aus einem gefährlichen Konkurrenzkampf mit Thronfolger Nikolaus Gottorp Romanow heraushelfen (indem er bat, ihn von Sanct-Petersbourg weg zu versetzen). Seine gewagten Scherze enthüllen seine lebenslustige und abenteuerliche Natur. Einmal, als D5 und sein jüngerer Bruder Koka, C4, auf einen Zug am Bahnhof warteten, tauchte dort ein Militär-General auf, der anfing, C4 zu kritisieren, weil er nicht den Stehkragen des Mantels zugeknöpft hatte (dies könnte sich 1903 zugetragen haben, als C4 ein Kadett der Kavallerie-Schule des Kaisers Nikolaus war). Koka wurde abwechselnd rot und blass, und schlotterte natürlich. Als ihr Zug abfuhr, drehte Michael dem General eine lange Nase durch das Fenster, der auf der Plattform geblieben war. D5 kam 1917 an die deutsche Front als Oberst-Leutnant (Rittmeister), Kommandant des 38sten Wladimir Dragonerregiments. Zusammen mit seinem Sohn K6 schloss er sich den Bolschewiken an und begann seinen Dienst in der Roten Armee. Während des folgenden Bürgerkrieges wurde er Inspektor des Kasan Kavallerie-Bezirks. Zu dieser Zeit musste sich auch seine Frau Aglaide, D6, in Kasan befinden (wie von einer Weihnachtskarte ersichtlich, die sie Ende 1910 an Familie Henkel in Konin geschickt hatten, D5 diente auf irgendeine Weise in Kasan auch schon vor 1914). Gorja in Kindheit. Zur selben Zeit war ihr Sohn Georg (Gorja), K6, Kommandant einer Kavalleriedivision auf der Krim. Er wurde 1920 bei Perekop getötet, in der Schlacht gegen die Weißgardisten General Wrangels. Seine sterblichen Überreste wurden zu seinem Vater nach Kasan überführt. Es war während eines Balls, als D5 hinausgerufen wurde, um vom Tod seines einzigen Sohns zu erfahren. Er wurde ohnmächtig. K6 wurde in Kasan begraben. |
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Es ist paradox, dass K6 zur Zerstörung
von Sanct-Petersbourg beitrug durch seine Teilnahme am Kampf gegen General
Wrangel, den Ideologen von kaiserlichem Sanct-Petersbourg. Peter Baron von
Wrangel (1878-1928) war ein echter Petersbourger und einer jener
seltenen Repräsentanten der Elite, für die Sanct-Petersbourg keine
russische Hauptstadt war, sondern eine westliche Metropole über Russland. Das
Reich selbst war nicht russisch, sondern petersbourgisch. Russland war lediglich
eine ökonomische Ergänzung von Sanct-Petersbourg. Dieses waren wirkliche
Ideen, die von Wrangel gegen das aufständische Russland verteidigte, nur eine
fremde Rasse, sondern keine alternative politische Kraft (wie die Bolschewiken
schienen). Es ist klar, dass die Repräsentanten der Sippe Jekimow nicht zu
solch einem Grad verwestlicht waren, um diese Ideen zu verstehen und anzunehmen.
Oder war die letzte Entscheidung von D5, 1941 in Paulowsk zu bleiben (siehe
weiter unten), als Buße für seinen Dienst in der Bolschewiken-Armee? Aglaide vor 1917.
Vera vor der Balaschow-Villa in Paulowsk. Die Liebe zu Paulowsk reichte zurück bis seinem Vater A6, der gelegentlich im Sommer dort "Datchas" mietete (zumindest einmal, zusammen mit seinem Sohn C4 in der Ortschaft Nowaja Wesj). Später verbrachten andere Verwandte, wie auch viele Familien und die Frauen der Militärdienstleute, ihre Sommer in Paulowsk. Paulowsk war auch ein Ort kreativer Tätigkeit von David Visconti, einem Architekten, dem Schöpfer der Visconti-Brücke im Park, sowie von seinem Bruder Carlo Domenico Visconti, auf dessen Urheberschaft das Mausolemdort zurückgeht. David war Urgroßvater von Eugeny Visconti, C7, Vize-Direktor der Abteilung für allgemeine Angelegenheiten im Ministerium der Außenpolitik und Ehemann von D5s Schwester Maria, C6 (siehe Visconti). D5 mit
seinem Bruder Koka (links) und der Tochter (rechts)
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Nachdem die Familie nach Paulowsk umgezogen war, starb Gulla, K8, an Tuberkulose. Sie hinterließ einen Sohn Leonid (Lodja) Poznianski, S6, einen künftigen Cellisten, der weiterhin von seiner Tante Vera, K7 großgezogen wurde. Als der zweite Weltkrieg ausbrach, floh K7 zusammen mit Leonid in die Stadt, aber D5 und D6 blieben in Paulowsk, das bald von nazideutschen Truppen besetzt wurde. Das Schicksal von D5 und D6 ist unklar. Den Berichten nach schien das Hauptquartier der italienischen Himmelblau-Division in ihrem Haus einquartiert worden zu sein, aber jüngere Publikationen zeigen, dass der Divisions-Stab in einer anderen Villa einquartiert worden war. Da D5 nicht evakuiert werden wollte und Halbdeutscher war, ist nicht auszuschließen, dass er vorsätzlich in Paulowsk blieb, als die Deutschen sich näherten, und sich mit ihnen zu verständigen hoffte. Jedenfalls war der russische Bolschewismus, den er bereits verstanden und innerlich zurückgewiesen hatte, fremd für ihn, sogar in kultureller und ethnischer Hinsicht. Möglicherweise war dieses seine Buße für seinen Dienst in der Roten Armee. Dennoch könnten D5 und D6 genauso gut von den Nazis oder von N.K.V.D.-Agenten getötet worden sein. Es ist auch wahrscheinlich, dass er und seine Frau in den Westen flohen, nachdem die Nazi-Armee den Rückzug angetreten hatte, aber sie ihren Verwandten nach dem Krieg kein Zeichen geben konnten, weil sie gut wussten, was das für diese bedeuten konnte unter der blutigen kommunistischen Diktatur. Von drei weiteren Söhnen Wassilis, A6 und Annas, A7, Jekimow, d.h. Alexis, D4, Wassili, C8, und Konstantin, C4, ging Alexis, D4, zur Weißen Garde, so dass von seinem Schicksal nur der Name seines Sohns Alexis und der seiner Frau Lydia bekannt sind. Was Wassili, C8, anbelangt, er hielt sich an die Tradition von Sanct-Petersbourg und heiratete die Petersbourg-Deutsche Olga Ferdinandowna (Mädchenname unbekannt), C9. Er trat den Bolschewiken nicht bei und blieb sogar einige Zeit bei den "Weißen". Daher war das Schicksal seiner Familie in den Sowjet-Zeiten nicht einfach. Von seinen Kindern Feodore, J6, und Anna, J5, wurde der Sohn ein Ringkampfsportler und gewann Preise. Er starb in den Sechzigern, während seine Tochter Anna, RX, irgendeinen Ratschabli heiratete, ihr Schicksal ist unbekannt. |
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Konstantin Jekimow (Koka, 1873-1959), C4, der jüngste Sohn von A6, meldete sich am 21sten Februar 1892 freiwillig beim Militärdienst als Kornett, doch beendete er die Kaiser Nikolaus Kavallerie-Schule 1903.
Dies war das letzte Jahr, in dem der zukünftige Held von Finnland Karl Gustaf E.Mannerheim an derselben Schule studierte. Es ist interessant, dass sich der Weg von C4 dicht hinter dem von C.G. Mannerheim entwickelte – nach 1903 lag dies vermutlich an der Protektion dieses großen Schulkameraden. 1892 begann C4 seine Karriere im 13. Kargopol Dragonerregiment der 5. Kavallerie-Division, die auf der Westgrenze des Reiches ihren Standort hatte. Koka
Jekimow auf Gravelota Zu jener Zeit hatte C. Mannerheim dort gerade ein Jahr früher, 1891, seinen Dienst als "schwarzer Dragoner" beendet. Das 13. Regiment war in Konin, Polen, seit dem Aufstand von 1863 einquartiert: In Konin lernte C4 die Familie des lutherischen Pastors Karl Henkel (1841-1915), A8: seine Frau Martha, A9, die Töchter Maria Sophie (Duchna, 1878-1962), F3, Martha Julia (Bibi, 1882-1965), C5, Magdalene (Niunja, 1888-1980), E2, und die Söhne Karol (Bucynty, 1885-1974), E4, und Alexander, E6 (siehe unter Henkel). Drei dieser fünf Kinder kamen später nach Sanct-Petersbourg: E4 als Student, jedoch C5 als Ehefrau von C4, während F3 ihrer Schwester folgte und später Konstantin.3 Klosse, F2, Violinist am Sanct-Petersbourger Marientheater, heiratete (siehe unter Klosse). |
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Was C. Mannerheim anbelangt, bereits
Offizier der kaiserlichen Garde, so wurde er 1897 bis 1904 zum Assistenten des
Leiters der Hofstall-Abteilung ernannt. Es war im Jahr 1904, als C4, der seinen
Dienst in Sanct-Petersbourg seit 1901 fortgesetzt hatte, zum Dienst in die
Hofstall-Abteilung berufen wurde. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es D8 war,
der C. Mannerheim an des letzteren Schulkameraden und Gefährten von der
"Schwarzen Dragoner"-Zeit erinnerte. Der Grund der Versetzung
vom Felddienst war ein nervöses Armleiden. 1904 schreibt
C4s Ehefrau Martha, C5, ihrer
Mutter A9
in Konin, dass die
Krankheit anscheinend eine Fehldiagnose gewesen sei. Dennoch litt C4 tatsächlich
im Alter unter der Handfinger-Kontraktion. Seit 1904 beginnt ein fantastisches
Leben von C4. Er kam in den Genuss ausgezeichneter Wohnungen in
Sanct-Petersbourg: Katharinenkanal 5 (laut Adressbuch ‘Ganz
Petersbourg‘ 1908, 1910) und (Bolshaja) Konjuschennaja Str. 2 in der Nähe
der Hofstall-Abteilung (gleiches Adressbuch von 1908, 1911). Als Offizier
verantwortlich für die Vorbereitung der kaiserlichen Kutschen und Wagen, genoss
er Dienstwohnungen auch in den Vororten im militärischen Lager von Duderhof
und in den Kaisersresidenzen in Zarskoe Selo und Peterhof. Eine
Episode zeigt, dass C4 der Familie des Kaisers namentlich bekannt war. Obgleich
er ein erstklassiger Reiter war, "gelang" es ihm einmal, vor den
Fenstern des Katharinenpalais in Zarskoe in Gegenwart der Kaiserin vom Pferd zu
stürzen. Dieser "Fall" ergab die glückliche Gelegenheit, die Worte Ihrer
Majestät Alix zu hören: "Herr Jekimow, ich hoffe, dass Sie sich nicht
verletzt haben?" (dieses scheint ein Zeichen von Demokratisierung gewesen
zu sein; ein Militäroffizier im Dienst riskierte zu Zeiten Nikolaus I in einem
ähnlichen Fall seine Stellung zu verlieren). Die Wohnungen von C4 waren
Treffpunkte für alle Verwandten, aber die letzte Wohnung, Konjuschennaja
Str. 2 (nur zur Hälfte von ihm, C5, und den Familien von i7, H9 belegt)
blieb traditionell weiterhin ein ähnlich attraktiver Treffpunktsort für alle
Übrigen bis zu seinem Tod 1959 und sogar noch später. Es scheint im Jahr 1917
gewesen zu sein, als nach der Februarrevolution C4 in seine letzte Wohnung 14
in die Konjuschennaja Str. 2 umzog. Jetzt, 2003, ist am Eingang dieser Wohnung
das Türschild mit seinem Namen noch immer erhalten. Seine in hohem Grade privilegierte Position ermöglichte C4, sich der Mobilmachung für die Front, 1914, zu entziehen: es scheint in hohem Maße unglaublich, dass sein Militärdienst 1914 unterbrochen, und er als Ausbilder für die Reitsektion der Stall-Abteilung bis 23sten April 1920 engagiert worden sein soll, wie er in seinem Gesuch bei den sowjetischen Behörden schrieb, in der Hoffnung, 1954 eine Pension bewilligt zu bekommen. Allein durch ununterbrochenen Militärdienst bei Hofe konnte sich ein gesunder 41 Jahre alter Mann der Mobilisierung 1914 entziehen. Es war allein dem Umstand, dass er sogar im Oktober 1917 im Militärdienst war, zu verdanken, dass seine Kandidatur von den Soldaten vorgeschlagen wurde, den Kommandantenposten des Winterpalaiss zu bekleiden. Dieses konnte nur von seinen Soldaten, nicht von irgendeinem Zivilausbilder der Reitsektion vorgeschlagen werden. Die Stall-Abteilung war zu dieser Zeit noch dem Winterpalais unterstellt. Zum Glück für ihn und seine Familie gab er dieser Versuchung nicht nach und hatte genügend Klughei "bescheiden" diese Ehre zurückzuweisen. Es ist zutreffend, dass C4 nach 1917 bis 23sten April 1920 Ausbilder der Reitsektion von der Stall-Abteilung war, als diese zu einem Reserve-Stall- und Autostandort umorganisiert wurde. 1922-1923 war er Ausbilder beim Stab der Reithochschule der Roten Armee. Später bis 1930 gelang es ihm, einen temporären Job als Reitausbilder für verschiedene Militärschulen und Kurse zu finden (1930 war er sogar Kommandant einer Untereinheit der 20sten Gewehr-Division) aber anschließend wurde er arbeitslos und erhielt keine Pension bis zu seinem Tod 1959. Die Großherzigkeit seiner Einstellung zeigte sich, als er sich nicht scheute, den Mann seiner Schwester, Eugen Visconti, C7, zu besuchen, als letzterer zu Beginn der zwanziger Jahre für kurze Zeit von den Tschekisten arretiert und im Konzentrationslager auf der Solowki Insel eingesperrt worden war. Für sein gutes Herz wurde C4 von den einfachen Soldaten geliebt und dieses half ihm auch, den bolschewikischen Repressionen zu entgehen. Arbeitslos geworden, verdiente C4 sich Geld, indem er hölzernes Spielzeug für Kinder anfertigte und dieses auf dem Markt verkaufte. Die Fotographie war seit 1900 seine Liebhaberei, aber er trat sie in den Zwanziger Jahren an seinen ältesten Sohn Wassili, i7, ab. Die meisten alten Fotos hier im Text produzierte C4, aber i7 bewahrte sie auf. C4 züchtete auch dekorative Vögel und unterhielt Beziehungen zu Züchtern von Aquariumfischen. Manchmal half dies auch, ein paar Groschen einzubringen. |
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Martha Jekimowa, C5, wurde zum Haupt-Brotverdiener, indem sie vor dem Krieg als Maschinenschreiberin und nach dem Krieg als Saalwache im Staatsmuseum 'Ermitage' arbeitete (vgl. weiter unter. Henkel). Koka, C4, und Martha, C5, Jekimow hatten 4 Kinder: Wassili, i7, Nina, Wladimir (Lodja), H9, und Konstantin (Kotja), H7. Bezüglich deren Schicksal vgl. die weiteren Nachkommen von C4 und C5. Einige der wichtigsten Freunde von C4 und C5 sollten hier erwähnt werden. Drei von ihnen waren C4s Offizierskameraden: Die Dragoner Hasenkampf, HX, und Bolin, H3, sowie Karschawin, HG, aus der neueren Dienstperiode an der kaiserlichen Stall-Abteilung. Der Vierte war ein hervorragender litauischer Maler Antanas Þmuidzinavièius (1876-1966). Das Foto von Bolin wurde identifiziert dank der Beschriftung des kleinen i7 darauf. Bolin war einer der häufigsten Gäste in der Konjuschennaja Str., auch nach 1917. Was Hasenkampf, HX, betrifft, so war er gleichzeitig ein (Kartenspiel-?) Freund von Konstantin.3 Klosse, F2. Er stellte die Schwester von C4s Frau, Maria Henkel, F3, dem alleinstehenden F2 vor und initiierte so ihre Heirat und alle Folgebeziehungen zwischen der Sippe Jekimow und Klosse. HX ist einer der drei übrigen Kameraden von C4 und H3 auf deren gemeinsamen Foto, geknipst in ihrem Duderhof-Feldlager in der Nähe von Sanct-Petersbourg. Diese Personen sind auch auf einigen anderen Fotos zu sehen. Karschawin ist bekannt dank seines Sohns Aljoscha Karschawin, JX, einem Sommerfreund von i7 und H9, der in späteren Zeiten auch häufiger Gast in der Konjuschennaja Str. war. Ein Foto der Peterhof-Serie von Juli 1911, auf dem Aljosha Karschawin photographiert ist und C5 auf ihn deutet, erlaubt ebenfalls, Karschawin Senior mit seiner Familie zu identifizieren. Auf einem anderen Foto, in der Nähe von Kokas Wohnung am Hauptgebäude der kaiserlichen Ställe in Peterhof, erblickt man denselben Knaben zusammen mit seiner und C4s Familie. Was A.Þmuidzinavičius anbelangt, so war dieser viele Jahre ein ständiger Gast in der Bolschaja Konjuschennaja; manchmal pflegte er für lange Zeit zu verschwinden um aber schließlich doch wieder aufzutauchen. Mit aller Wahrscheinlichkeit kam er in
C4s Wohnung sogar nach 1917, vor seiner Abreise 1922 in die USA. 1926 kam er
nach Litauen und konnte die UdSSR kaum besuchen ehe Litauen 1940 darin
eingegliedert war. Mit seinem Hobby, dem Sammeln von Folkloreschnitzereien von
Teufeln, reiste er rings um die Welt, daher besuchte er nach 1946 C4 wieder in
der gleichen Konjuschennaja Str. und vermutlich auch 1940-1941. Jetzt wurde ein
gut bekanntes "Museum of Devils" neben seiner Wohnungs-Gedenkstätte
in Kaunas, in der Putvinskio Str., eingerichtet, es liegt ganz in der Nähe der
gegenwärtigen Wohnung von Q3, einem Enkel C4s. Im Salon
der "ersten" Wohnung Nr. 64 in der Bolschaja Konjuschennaja vor 1917: Aus diesem Grund können manchmal verschiedene Frauen auf unterschiedlichen Fotos mit demselben Namen bezeichnet sein. Doch wird Olga, H1, wenigstens mehrmals richtig gekennzeichnet. Sie begleitete die Familie in Konin und in Sct.-Petersbourg. Mascha Pimenowa blieb auch am längsten bei ihnen. Es scheint, dass sie nach 1917 mit irgendein Eisenbahner verheiratet wurde, aber zu Beginn des Krieges 1941 lebte sie alleine. Als die Familie nach Perm (Molotow) evakuiert wurde, blieb sie in der Bolschaja Konjuschennaja Wohnung, um während der Blockade danach zu sehen. Ihre erfrorene Leiche wurde dort vom Haus-Verwalter aufgefunden. Eine Legende überlebte, wie Mascha im Spaß einen Revolver von C4 nahm. Sie fand ihn liegengelassen auf dem Tisch im Zimmer, wo sich Kindern aufhielten, als sie gerade eintrat. Es kam ihr nicht in den Sinn, dass der Revolver geladen sein könne und sie war sogar im Begriff, auf die Kinder zu zielen, aber versehentlich drückte sie ab. Ein Schuss knallte und eine Gewehrkugel schlug ein Loch in die gegenüberliegende Wand, die heute die beiden Hälften der später geteilten Wohnung voneinander trennt. Dieses ereignete sich 1917 in der Konjuschennaja Str. Merkwürdig wie es war,
halfen frühere feste Verbindungen mit Verwandten, die vor 1917 eine starke
Position in der Gesellschaft eingenommen hatten, auf gewisse Weise sogar nach
1917. Dem Clan Jekimow-Visconti gelang es, durchzuhalten, niemand kam um,
dagegen rückte D5 sogar höher
auf in seiner militärischen Karriere. So überlebten C4 und C5, selbst wenn C4
arbeitslos wurde. |
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Töchter von A6 und A7 Maria (1861-1930), C6, war unter den vier Töchtern von A6 und A7 die älteste.
Es gelang ihr, sich mit Graf Eugen Visconti, C7, zu verehelichen, Abkömmling einer italienischen Adelsfamilie, welcher im diplomatischen Dienst als Vize-Direktor der Abteilung für allgemeine Angelegenheiten des russischen Außenministeriums (vgl. Visconti ). beschäftigt war. Seine Vorfahren waren bekannte Architekten von Sanct-Petersbourg und seinen kaiserlichen Vororten. C6 und C7 hatten keine eigenen Kinder, daher adoptierten sie ein Mädchen, dem sie ihren Namen vererbten: Alexandra (Sanda) Visconti, J3.
Eine Anzahl von Fotos hat überlebt, darauf sind sie alle zusammen mit ihrer kleinen Hündin Karinka abgebildet. Die Familie Visconti hatte Zutritt zu den Salons der Oberschicht, war wohlhabend und besaß Freunde unter der politischen Elite. Einer der nähsten Freunde von C6 war Pokatilowa, H4, die Ehefrau des Botschafters Pokatilow.
Zusammen mit Frau Pokatilowa auf der Treppe von Alter Silvia in Paulowsk. |
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C6 zeichnete sich durch ihre Großherzigkeit aus. Einmal erkundigte sie sich bei dem berühmten orthodoxen Priester Pater Johannes von Kronstadt, wie sie leben sollte, um gerettet zu werden. Der Priester gab ihr zur Antwort: "Bleiben Sie auch weiterhin so wie jetzt". C6 starb am 4. April 1930, nachdem ihr Ehemann im November 1929 gestorben war. Dies war fast ein eine Regel bei dieser vortrefflichen Generation in normalen friedlichen Zeiten, dass die, die glücklich in Liebe zusammen gelebt hatten, gewöhnlich auch zusammen starben. Ihre Pflegetochter J3 verließ die Stadt, um nach Sibirien zu gehen, wo nach dem Krieg ihr Ehemann Nikolai Woronow, J4, lebte, und starb auch dort.
Die älteste, nach C6 war Olga (1863), D1. Sie heiratete einen Russen Oparin und hatte drei Kinder. Der Name des einen, JY, ist vergessen (offensichtlich ist dies ein großer dünner Junge, der gewöhnlich mit anderen Kindern von D1auf den Fotos zu sehen ist). Die beiden anderen waren Eugen (Schenka), J8, und Anna (Njura), J9. Sie wohnten permanent in Gorodischtsche, aber D1 kümmerte sich um ihrem alten Vater A6. J9 heiratete Kischkin, Sie wohnten permanent in Gorodischtsche, aber D1 kümmerte sich um ihrem alten Vater A6. J9 heiratete Kischkin, einen einfachen russischen Soldaten der Roten Armee und zog irgendwohin fort. Das Schicksal von Schenka, J8, ist auch nicht bekannt. Feodore
Jekimow, Martha Jekimowa, Schenka (unten) und Njura (oben) Oparin, Vom letzteren sagte man, er sei schwach im Kopf. Es passierte vor 1917 (offensichtlich nach dem Tod von A6), als J8 eine brennende Kerze auf dem Dachboden zurückließ und auf diese Weise das Haus vollständig niederbrannte. Die verbliebenen Bewohner fanden bei einem benachbarten Freund, dem örtlichen Veterinär Eudokimow. Unterschlupf. Eudokimow wurde später für das Erzählen "anti-sowjetischer" Anekdoten arretiert und geschlagen. Er erhängte sich im N.K.V.D.-Gefängnis.
Die letzten beiden Töchter
von A6 und A7 waren Anna (1868), D2, und, Ludmilla
(1869-1945), D3, die jüngste. Ludmilla von Wagner. Sie wurde mit einem Kavallerieoffizier Nikolaus von Wagner verheiratet und hatte vier Kinder: Olga, K0, Nikolaus, K1, Konstantin (Koka) K2, und Ludmilla (Lolja), K3. Während des Zweiten Weltkrieges wurde D3 nach Alma-Ata evakuiert, wo sie 1945 starb. Nachkommen von K2 und K3 überlebten (siehe Von Wagner). Von Anna, D2, weiß man lediglich, dass der Name ihres Ehemanns Prosorowski war. Ein Prorektor der Sanct-Petersbourg Universität (ca. 1912 - 1915) mit gleichem Namen wird erwähnt im Buch von Prof. Dm. Lichatschow Zametki i nabludenija: Iz zapisnych knizhek raznych let (Anmerkungen und Beobachtungen: aus den Notizbüchern verschiedener Jahre. Sovetskij Pisatel: Leningrad 1989, S. 62).
Anna in Gorodischtsche um 1900. |
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Die folgenden Generationen gehören alle zum sterbenden (zerstörten) Sanct-Petersbourg. Alle Kinder von C4 und C5 wurden vor 1917 geboren (1903, 1905, 1906, 1912, das zweite Kind Nina starb im Jahr seiner Geburt 1905). Das älteste Wassili (1903-1992), i7, beendete die privilegierte Petersbourger deutsche Schule, die Peterschule, dann studierte er am Technischen Institut und wurde ein geschickter erstklassiger Ingenieur.
Zeit seines Lebens war Fotographie sein
Hobby. Dies machte er sich von seinem Vater C4 zu eigen. Er richtete ein
Fotolabor in einem Lagerraum der Konjuschennaja Wohnung ein. Dieses Labor wurde
auch von der nächsten Generation benutzt. Unter sowjetischen Bedingungen war i7
dazu verurteilt, fast sein ganzes Leben zusammen mit seiner Frau i8 und der
Tochter R5 in einem einzigen Raum zu verbringen. Nur in den letzten 15 Jahren
erhielt er eine sogenannte "separate Wohnung", die sich in einem
Wohnblock außerhalb des historischen Petersbourgs befand, d.h. sie entsprach
dem ärmsten westlichen Standard. Nach etwa 10 Jahren glückte es der Familie,
ins Zentrum zurückzukehren, aber die neue Wohnung gehörte faktisch seiner
Tochter R5, die zu dieser Zeit bereits zwei Kinder hatte. i7 starb in Armut,
verlassen von seiner Tochter, aber versorgt von seinem anhänglichen Enkelsohn,
dem Maler Alexander, Z4. Von Z4 sagt man, er habe am 25sten November 2000
Selbstmord begangen im Verlauf einer Auseinandersetzung mit seiner Mutter R5.
Toma, Tochter von W.Ekimow, zusammen mit ihrer Mutter in Paulowsk um 1964. i7 traf sie, als er während des Krieges nach Tiflis evakuiert wurde. Ihr 1. Sohn Wladimir, R4, starb 1946 an Dysenterie, nachdem er nicht einmal ein Jahr überlebt hatte.
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Das Schicksal des mittleren Sohns Wladimir (Lodja, 1906-1996), H9, war glücklicher. Mit aller Wahrscheinlichkeit war es Violinist Konstantin.3 Klosse, F2, Mann der Schwester von C5, der erkannte, dass H9 eine Begabung für Musik hatte. Der Junge begann seinerseits seine Violinistenkarriere, bestand schließlich die Abschlussprüfung am Konservatorium von Sanct-Petersbourg (später – Leningrad) und wurde beim gleichen Orchester wie F2 engagiert – im Marientheater.
Dort verbrachte er sein ganzes Leben
und wurde schließlich stellvertretender Solist des Orchesters. Nicht
einmal musste er Solostücke in Hauptaufführungen spielen.
Ihr Vater Karp Elb,
G6, war Priester an der orthodoxen estischen Kirche am Katharinenkanal. Er
wurde am 27. August 1937 vom N.K.V.D. arretiert und am 29. September 1937
erschossen, entweder im Gefängnis von Kresty, in dem zu dieser Zeit die
finno-ugrischen Urbewohner von Ingermanland
zusammen mit ortsansässigen Esten massenweise liquidiert wurden, oder mit aller
Wahrscheinlichkeit im Gefängnis Liteiny Straße 4, in Leningrad. Im Februar
2001 wurde Pater Karp von der Synoden-Kommission für Kanonisation des Moskauer
Patriarchats als orthodoxer Heiliger in den Kanon aufgenommen.
evakuiert wurde, reiste dieser zusammen mit dem Orchester von Stadt zu Stadt, um Konzerte zu geben, manchmal – in Frontnähe. Diese Reisen sind in seinem Tagebuch beschrieben. |
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H9 und i1 hatten zwei Kinder, Zwillinge, Andras (Juscha), R1, und Alexandra (Ina), Q8, geboren 1937.
Andreas
Jekimow, seine Eltern Wladimir und
Nadeschda (im
Fenster des 1. Stocks) Auch sie wohnten alle vier in einem einzigen Raum in der Konjuschennaja-Str. bis die Kinder heirateten. Dennoch nutzte H9 eine Möglichkeit, ein Sommerhaus in Estland nicht weit von Narva zu bauen. Sie (heute – ihre Nachkommen) nutzten dieses Haus während des Sommers zur Erholung. Das letzte Foto von Koka in Narva-Jõesuu, während das Haus seines Sohns dort gebaut wird. Sie besaßen auch ein Auto – dieses alles bedeutete einen hohen Lebensstandard in der sowjetischen Gesellschaft jener Zeit. H9 und i1 beschlossen ihr Leben in der Atmosphäre des Friedens und der gegenseitigen Liebe, die von ihnen und ihren Kindern in der alten Wohnung von C4 in der Konjuschennaja-Str. ausstrahlte. Von H9's Freunden ist ein berühmter Dirigent, Karl Eliasberg, O2, zu erwähnen. Diese Freundschaft begann in den Jahren ihrer gemeinsamen Studien am Konservatorium.
Karl
Eliasberg und Wladimir Jekimow mit seinem Sohn Andreas |
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Der jüngste Sohn von C4, Konstantin (Kotja, 1912-2001), H7, erhielt diesen Namen mit aller Wahrscheinlichkeit nicht nur, um damit seinem Vater Ehre zu erweisen, sondern auch unter dem Einfluss von Konstantin.3 Klosse, F2.
In seinem Character war er i7 sehr ähnlich, unterschied sich aber durch festen Optimismus und Glauben an Gott. Seine Patin war Olga Gräfin von Reische-Ritt, verheiratete Ermansson, G4.
Ihr Ehemann Ermansson war schwedischer Herkunft. Er war ein Militäroffizier, der sich nach 1917 sozialistischen Revolutionären (den "Eseren") anschloss und wurde von den Bolschewiken exekutiert. Dann fand G4 für kurze Zeit in C4s Wohnung Obdach, wo sie in einer kleinen Zelle lebte, die aus einem Teil des ehemaligen Flurs gebildet wurde, welcher zur abgetrennten Hälfte der früher vollständigen Wohnung führte (jetzt befindet sich dort ein Badezimmer). G4 ließ sich nicht hindern, ihre Ansichten auszudrücken. Wegen ihrer freien Äußerungen wurde sie vom N.K.V.D arretiert und erschossen.
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In
Sanct-Petersbourg wohnte H8 in der Malaja Konjuschennaja-Str., parallel
zur Bolschaja Konjuschennaja-Str. Dieses war die letzte Wohnung, die von ihrem
Vater Grigori
Tarassenko, F8,
Violaspieler
des Kaiserlichen Philharmonie-Orchesters, ein Ukrainer (siehe Tarasenko).
Nach
dem Tod ihres Vater 1934 lebte H8 in Einsamkeit, die meistenteils von ihren
Freunden und von ihrer Patin, Alice Kötzberg, G5, gemindert
wurde. Letztere war bei einer Meteorologiestation in Bolotnaja beschäftigt,
weit von Petersbourg entfernt, aber H8 pflegte sie jeden Sommer zu
besuchen. Am
besagten Tag gab es auch ein anderes junges Paar am Tisch, H9
und i7, die
bereits seit zwei Jahren im Ehestand lebten. So war dieses die letzte große
Feier des Clans vor seiner endgültigen Zerstörung.
Tatjana und Konstantin im kleineren Zimmer. 1938. Am 1. Mai 1939 starb K. Klosse, F2. Darauf hin tauschten H7 und H8 mit der verwitweten F3 die Räume und zogen in den größeren Raum um. Dieser umfasste ca. 28 m² Fläche und war Teil des ehemaligen Salons, der verbliebene Teil mit dem früheren Kamin war abgeschnitten und in einen dunklen Flur verwandelt worden, der vom Eingang in den letzten Raum führte, WC, Badezimmer und Küche am "schwarzen" Treppenhaus. Ein gerundeter hoher Heiz-Ofen wurde in der Ecke aufgestellt. Selbstverständlich waren keine Eigentumsdokumente erforderlich: alles Eigentum gehörte dem Staat, die Mieter mussten nur für den Erhalt des Rechtes des sogenannten "Zuschreibens" kämpfen, d.h. für die amtliche Registrierung. Die "Fläche" "gehörte" denen, die registriert waren. |
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Seit H7 1938
Doktorand am Bergbau-Institut
war, wurden die Studien unterbrochen mit der
Mobilisierung zum Krieg gegen Finnland 1939-1940. Glücklicherweise entging er
der Teilnahme an den räuberischen Aktionen in Finnland und wurde wieder bei der
Küstenverteidigung am Fort Krasnaja Gorka eingesetzt, wo er in den Rang
eines Kapitäns befördert wurde. Leider holte ihn die Schande, "Teilnehmer
des Finnland Krieges" gewesen zu sein, 1999 ein, als er in Pension war.
Nach der Demobilisierung wurde H7 Mechanik-Ingenieur von Stanzpressen-Werkstätten
im Kirow- (ehemaliges Putilow-)
Werk. Dort war er den ganzen Krieg über einschließlich der gesamten Dauer der
Blockade eingestellt, wie auch nach dem Krieg bis 1953, als er zum
Bergbau-Institut zurückkam.
Das
Werk lag an der Südgrenze der Stadt, während Oserki an ihrer Nord-Peripherie
lag. Die Offizierskaja Straße lag irgendwo in der Mitte. Keine städtischen
Transportmittel existierten. Um sich zu treffen, musste man mehr als 12 km zu Fuß
durch lange verlassene schneebegrenzte Straßen zurücklegen, ausgehungert,
nicht zu reden von den regelmäßigen Granatenbeschießungen und
Bombardierungen. Leichen waren hier und dort zu sehen. Dennoch zogen sie vor,
freie Stunden in Oserki zu verbringen, weil die Wohnung im Obergeschoss der
Offizierskaja besonders unsicher war in Hinblick auf Artilleriebeschuss und
Bombenangriffe. Obgleich H7 viel weniger sowjetisiert war als seine Frau, war
seine Mentalität auch von Furcht und Indoktrination bestimmt. Daher war es kein
Zufall, dass die beiden die Aufnahme in die Bolschewiken-Partei beantragten, als
der Krieg ausbrach. Dieses war ein Zeichen ihres echten Sowjet-Patriotismus.
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5 Freunde von H7 werden unvergessen
bleiben.
Er
nannte H7 Kostja, nicht Kotja, wie es unter Verwandten üblich
war. O3 sprach langsam mit tiefer Stimme. Er war ein typischer jüdischer
Idealist mit außerordentlich gutem Herzen. Er war Ingenieur, dessen Hobby es
war, Werkzeuge zu erfinden,
die das mechanische Zeichnen rationalisierten. Er
sammelte auch und zitierte gereimte Aphorismen orientalischer (meistens –
zentralasiatischer) Weisheit, z.B. Kakoe b ni bylo tvoe stremlenje, chotj
schag ty sdelaj v etom napravlenji ('was auch immer für ein Bestreben man
hat, sollte man zumindest einen Schritt in diese Richtung machen'). Er blieb
sein ganzes Leben lang allein und wurde stark verlacht als "komischer
Jude", seines eigenartigen Charakters wegen und weil ihm an jeglicher
praktischen Orientierung in der Realität mangelte. und
ihr altes Familien-Tafelmesser mit den Initialen AC. O3 starb am 20. Juni 1976
und wurde eingeäschert. Bei der Begräbnis-Zeremonie sagte sein Bruder über O3
auf didaktische Art: Dieses Leben war nutzlos. Jedes heilige Leben ist
"nutzlos", weil es nicht andere Leben ausnutzt, um materielle Werte zu
produzieren. Sagnaews Haus war ein
Farbtupfer des alten Sanct-Petersbourg und beendete
die Perspektive von der Seite der Neva-Allee in die Kasanskaja-Str. Das
Haus ist in den letzten Jahrzehnten brutal niedergerissen worden zusammen mit
dem örtlichen Petersbourger Geist der Umgebung sowie mit der Erinnerung an den
Petersbourger Rabbi Nahim Sagnaew, seiner Ehefrau und ihren Nachkommen. Zwei weitere Freunde von H7 waren Georgier, die Institutskollegen Alexander Chwedeliani, O5 und Arsen Imerlischwili, O4. Der letztere blieb zusammen mit seinem kleinen Sohn während der Blockade in Leningrad.
Sie
wohnten nicht weit von Sagnaew. Beide kamen um, als eine Bombe in ihr Haus auf
dem Theaterplatz einschlug.
Der
Weg von O5 trennte sich sogar schon vor dem Krieg, als er nach der Beendigung des
Bergbau-Instituts nach Georgien zurückkehrte.
Q3 traf ihn noch vor seinem Tod in Tiflis in den Siebzigern, aber als H7 ein
Jahr später nach Georgien kam, war O5 bereits gestorben. In H7s Erinnerung war
O5 ein Langeweiler (tatsächlich ist der Name Chvedeliani swanetischen
Ursprungs, doch die Swanen sind
georgische Bergsteiger, d.h. "Bewohner des Nordens"). Der vierte nahe Freund von H7 war der ethnisch russische Alexander Silitschew, O6, der Nachkriegsperiode.
O6
war Mechaniker im Kirow-Werk, mit dem H7 eine Anzahl von Erfindungen
patentierte. Eine der ersten bedeutenden Erfindungen war eine kurbelhydraulische
Stanzpresse mit einem steuerbarem Tisch (patentiert unter Nr. 99458 am 4.
Juni 1951 durch das Ministerium des Bauwesens und der Geräte-Industrie der
UdSSR). Aber die letzte bedeutende Erfindung war ein sphäroidischer
Drehbewegungs-Presskopf, ersonnen von A.Silitschew und patentiert zusammen mit
H7 sowie mit R.Babuschkin und A.Pechota (unter Nr. 412969 am 5. Oktober 1973 (!)
durch das Komitee für Erfindungen und Entdeckungen beim Ministerrat der UdSSR
– der Antrag wurde am 20. Dezember 1971(!) gestellt. Auf der Basis dieses
Projekts schrieb H7 und verteidigte er die Thesen seiner Dissertation schon 1968
(!). Später wurde der
Presskopf als rationalisierendes Element benutzt, um
verschiedene Mechanismen zu verbessern, dieses waren Vorschläge von H7 zusammen
mit N.Ageev u.a. ohne A.Silitschew (5 weitere Patente). Es war nur die absurde
Ungeschicklichkeit der idiotischen russischen Bürokratie, dass die Erfindung
des sphäroidischen Drehbewegungs-Presskopfes in
die westliche Produktion früher eingeführt worden war, als sie in der UdSSR
patentiert worden war! Kein
Zweifel, im Westen profitierten seine "Erfinder" an dieser günstigen
Gelegenheit durch große Honorare, während O6 und H7 in Armut starben. Bald
wurde ein heute populärer Dreh-Wasserhahn im Westen produziert, der nach dem
Prinzip der sphäroidischen Bewegung funktionierte – Gott alleine vergisst
nicht, wer der Schöpfer dieser Idee war! In seinen letzten Lebensjahren pflegte
H7 diesen Hahn ironisch "sphäroidischer Drücker" zu nennen. Er hatte
nicht einmal genügend Geld, um solch einen Hahn für seine Familie zu kaufen.
Was O6 anbelangt, er machte Erfindungen bis in seine letzten Tage. Er
interessierte für alles einschließlich fliegenden Spielsachen. Solche Personen
werden Multimillionäre in nicht-kriminellen Ländern, die ihrerseits gedeihen
dank solcher Personen, weil "gewöhnliche Bürger" dort als Menschen
betrachtet werden, und nicht zusammen mit ihren Häusern durch spezielle Dienste
in die Luft gesprengt werden, um den Terrorkrieg gegen Tschetschenien zu
autorisieren. O6s Vater war in gewisser Weise mit Zarskoe Selo verknüpft
– es scheint, er ist dort Elektriker im Katharinenpalais gewesen, vor
und (ganz sicher) nach 1917. O6s Gattin Anastasia zeichnete sich
durch regelmäßige Merkmale aus (Q3 nahm sogar wahr, dass man auf Frauen von
diesem Typus in Nordlitauen treffen kann). Sie scheint aus der Ukraine gestammt
zu haben. Nach dem der Krieg war sie ihr ganzes Arbeitsleben lang als Verkäuferin
im Leningrader Handelshaus (dem sogenannten DLT) in der Bolschaja
Konjuschennaja als Verkäuferin beschäftigt. Sie hatten keine Kinder. Die
Nachricht vom Tode O6s und seiner Frau schienen ein schrecklicher Schlag für H7
zu sein und beschleunigten seinen eigenen Tod. Der fünfte Freund, Rusalit Suleimanow, OO, war der jüngste. Er stammt von Orenburg und lebt dort mit seiner ganzer Familie. Rusalit
Suleimanow (2. von rechts oben) mit Studenten und Mitgliedern des LMI-Lehrstuhls
der Verarbeitung von Metallen durch Druck Er war ein Student von H7 am Mechanischen Institut und blieb ein dankbarer Schüler, der seinen Lehrer auch nach dessen Tod nicht vergaß. Die verwestlichte Petersbourg-Sippe von Jekimow ist dazu verurteilt, auszusterben: In Zukunft werden keine männlicheren Nachkommen von A6 mehr geboren werden. Sie verschwinden nach ihrer europäischen Stadt. Die
Sippe Jekimow hängt mit der Sippe Klosse
durch Heirat von: 1) C4 und
C5 > 2) F3 und F2, |